Monat: August 2014

Hallo Internetz

Also, da bin ich. Ich bin neu hier und wollte mich mal kurz vorstellen. Ich bin Merle und seit einiger Zeit lese ich ganzschön viele Blogs. Früher habe ich immer gedacht, woher nehmen diese ganzen Blogger bloß die Arroganz anzunehmen, dass der Kram, über den sie schreiben, irgendjemanden interessiert? Mittlerweile sehe ich das (logisch) anders. Ich habe aus den Blogs, die ich lese (und niemand zwingt mich im übrigen dazu ;o)), soviele tolle Anregungen, Rezepte, Ideen, Freebies, Tips und  Meinungen mitgenommen, dass ich fast das Gefühl habe, jetzt bin auch mal dran. Irgendwo im Netz habe ich den Spruch gelesen, Bloggen ist das Gegenteil von alles für sich behalten und da TEILEN ja im moment ganz schwer angesagt ist, mach ich dann auch mal mit. Keine Ahnung, ob jemand das haben will, was ich zu bieten haben – zumindest ist es eine gute Methode, die Familie und Freunde in Hamburg auf dem Laufenden zu halten. Hallo Familie und Freunde!!!

Tja, was gibts sonst so zu sagen über mich. Ich bin mit ganzem Herzen norddeutsch, obwohl ich schon seit einigen Jahren in der Mitte von Deutschland lebe und ich habe oft und viel Heimweh nach Hamburg.

Es gibt noch einen großen und einen kleinen Herrn Masulzke und warum der Blog Romika Masulzke heisst, erkläre ich vielleicht mal wann anders. Wenn es denn jemanden interessiert.

Worum es hier gehen soll, weiss ich noch nicht so genau. Ich will auf jeden Fall nicht den drölfhundertsiebenunddreissigsten „was-mich-glücklich-macht-Blog“ aufmachen. Wahrscheinlich um Erlebtes, Gelesenes und Gemachtes. Und wenn ich anfange, im Restaurant mein Essen zu fotografieren, sagt ihr mir bitte Bescheid ;o)

Bis die Tage

Eure FrauMasulzke aka Merle

Warum ist es am Rhein nur so schön…

Jedes Jahr, wenn der kleine Herr M. in den Sommerferien bei seinen Omas weilt, überkommt Herrn M. und mich nach diversen Ausgeh-Abenden mit Kino, Cocktails schlürfen usw. die große Wanderlust. Letztes Jahr sind wir die letzte Etappe des Rheinsteigs gelaufen (von Schlangenbad nach Wiesbaden) und dieses Jahr wollten wir mal ein ganzes Wochenende wandern. Die Rhön sollte es sein. Der einzige Vorteil, wenn man in der Mitte von Deutschland wohnt, ist ja, dass es überallhin nicht so weit ist. Ok, meistens ist es auch ein bisschen wärmer als im Norden. Leider war in der Rhön Harley-Treffen und da wir auf ältere, gesezte Herren auf dicken lauten Maschinen sowieso keine Lust hatten (und es auch gar keine Zimmer mehr gab), wollten wir dann doch wieder zum Rheinsteig. Ist ja auch ZU schön am Rhein. Da gabs dann aber auch keine Zimmer mehr und so sind wir abends wieder dann doch wieder nach Hause gefahren. Aber 1,5 Etappen sind wir gelaufen.

Willkommen

Und zwar haben wir das Auto in Rüdesheim geparkt, sind mit der Bahn nach Lorch gefahren und von da aus über Asmannshausen wieder zurückgewandert. 20 km und 800 Höhenmeter. Schon ordentlich für so Bürofuzzis wie uns. Rüdesheim ist ja vor allem für den Weinbrand Asbach Uralt und die hohe Japaner-Dichte berühmt. Ich fand es morgens um 9 Uhr direkt wie aus den 50er Jahren.

Man erwartete quasi jeden Moment Catarina Valente aus einem der Läden um die Ecke zu kommen und „Dibi Dibi Dipso, beim Calypso…“ (ist das von ihr? Es dudelte jedenfalls in meinem Kopf rum…dazu noch mehr).

Dibidibidipso...

Dibidibidipso…

Drosselgasse

Etwas bizarr waren die geschmückten Weihnachtsbäume im August…

Alle Jaaaaaahre wieder

Alle Jaaaaaahre wieder

Jedenfalls, als wir in Lorch losgingen, fing es erstmal so richtig fies an, zu regnen. Zum Glück war es warmer Regen (wie sich das für August gehört) und abgesehen davon, dass es auf der Brille nervig ist, fanden wir es nicht so schlimm. Viel schlimmer fanden wir eine Gruppe von „Wanderern“ vor uns, die allen Ernstes SCHIRME auspackten. Es ging ziemlich bergauf zu Anfang und irgendwann spart man sich seinen Atem und schaut sich die unfassbaren Weinberge an (ist für mich als Norddeutsche irgendwie immer noch ungewohnt.

Rhein_im_Regen

So ähnlich wie mit Palmen, wenn die einfach so rumstehen. Ich bekomme dann immer sonen Knipsreflex, genauso ist es, wenn Jesus in Schränken am Wegesrand steht),

Jesus

nascht hier und da eine reife Brombeere (im Gegensatz zum Wein waren sie soweit…)

Die waren schon reif.

Die waren schon reif.

Die noch nicht.

Die noch nicht.

und immer mal wieder der Blick auf den Rhein – höher und höher. Burgen, Schiffe, Wein, Wald…und Regen. Wenn ich so meinen Gedanken hinterherhänge, fängt es meistens an, irgendeine Musik in meinem Kopf zu dudeln – auf dem Rheinsteig waren es abwechselnd „Im Frühtau zu Berge“ und „Follow the yellow brick road“ aus dem Zauberer von Oz. Dabei ist das Zeichen des Rheinsteigs blau und wirklich hervorragend ausgeschlildert.

Rheinsteig_Schild

Ich kann mir das im übrigen nicht selbst aussuchen mit dem Gedudel…

Irgendwann hörte es dann doch auf zu regnen und wir machten eine kleine Pause im tropfenden Wald an einem kleinen Weiher

Waldteich

und kamen so um die späte Mittagszeit in Asmannshausen an. Da hatten wir dann schon fast 15 km geschafft. Mein Fuss fühlte sich an, als wenn eine Blase im Anmarsch wäre, ich hab lieber nicht nachgeguckt. Da haben wir dann sehr nett Mittag gegessen und sind dann mit dem (wieder direkt aus den 50ern stammenden) Sessellift auf die Weinberge hoch gefahren.

Ruedesheim_Seilbahn

Wenn man sehr ehrgeizig ist und keine Blase am Fuss hat, kann man auch hochlaufen. Ich fand den Sessellift toll.

Seilbahn

Von da aus läuft man dann noch gut 5 km wieder zurück bis nach Rüdesheim und da war ich mir dann sicher, dass ich eine Blase hatte. So sind wir dann auch wieder mit dem Sessellift runtergefahren und haben uns mit den mittlerweile anwesenden Touristenströmen durch Rüdesheim wieder zum Auto geschoben. Schön wars, aber mir tun schon die Knochen weh. Und eine Blase hatte ich tatsächlich. Wenn wir so weiter machen, haben wir den Rheinsteig komplett, wenn der kleine Herr M. mit der Schule fertig ist…

Mirabellen

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