Monat: September 2014

Bücherliebe: Irina Werning’s Back to the Future

Also. Ich liebe ja nicht nur Romane, sondern auch andere Bücher…z.B. Kunstbücher (hier am liebsten moderne Kunst und hier am liebsten etwas mit Augenzwinkern). Ein perfektes Beispiel dafür ist dieses Buch, es ist echt unglaublich. Die Fotografin nimmt ein altes Bild von einer Person und stellt dann minutiös bis ins winzigkleinste Detail dieses Bild nach und lässt dieselbe Person wieder genau dieselbe Pose einnehmen. Das sieht dann z.B. so aus:

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oder so:

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Ich könnte mir die einzelnen Fotos stundenlang ansehen, je genauer man hinsieht, desto mehr Details findet man. Ich glaube, dass in den einzelnen Bildern unglaublich viel Arbeit steckt und finde es total erstaunlich, dass sich die meisten Menschen im Laufe der Jahre wirklich kaum verändern…dass man sie nämlich auf dem zweiten Foto nicht erkennt, kommt so gut wie gar nicht vor. Auch für Kinder übringens super geeignet, mein Sohn liebt es ebenso. Ich habe es in Antwerpen in einem Antiquariat gekauft (tolle tolle Stadt – erinnerte mich sehr an mein Hamburg…aber das ist vielleicht eine andere Geschichte…;o))

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Bis die Tage, beste Grüße

Merle fraumasulzke

Bring mir was mit, das nichts kostet

Eine Idee, die es wert ist zu teilen, finde ich: Meine Freundin A. und ich bringen uns (möglichst) von jeder Reise etwas mit, das nichts kostet. Das waren auch schon mal (aus Berlin) eine Tüte Luft (haha) gefüllt mit: Betthupferl aus dem Hotel, Umsonst-Postkarten und ein Lego-Stein aus dem Discovery-Center. Meistens aber ist es etwas aus der Natur, so haben wir beide ein Faible für Muscheln:

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Ich habe ihr auch schonmal ein Mobilé aus Treibholz gebaut:

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oder jetzt aus Schweden ein Herz aus Heidekraut gewunden:

IMG_1083Wir freuen uns beide jedesmal einen Keks drüber, auch wenn es nichts Materielles ist – und es macht auch total Spaß, sich etwas zu überlegen und aus den vorgefundenen Gegegebenheiten was zu machen.

Viele Grüße

Die fraumasulzke

Die lange Nacht des Selbermachens bei Eva

Gestern durfte ich im Rahmen der langen Nacht des Selbermachens von Dawanda zu Gast sein bei der überaus charmanten und entzückenden Eva, die mir und noch ein paar weiteren Mädels gezeigt hat, wie man kleine, wunderschöne Notizbücher und nicht minder schöne Teelichthalter mit japanischem Papier gestaltet.

So einen netten, entspannten Abend mit Menschen, die sich ja eigentlich ja gar nicht kannten, habe ich selten erlebt – so gemeinsames Werkeln verbindet eben – die Atmosphäre in der tollen Wohnung mit Blick auf die untergehende Sonne hoch über dem Main tat bestimmt ihr übriges…20140927_213347So sahen dann meine Ergebnisse aus (und wer sich zu Weihnachten gern überraschen lassen möchte, hört jetzt besser mal auf zu lesen ;o)

 20140928.20140927_194320Eva hat in vielen Versuchen die besten Materialien für ihre Arbeit gefunden und besorgt sie auf der ganzen Welt –  mittlerweile ist sie so erfolgreich mit ihren Produkten, daß sie sie sogar schon produzieren lässt – wer nun Interesse daran hat oder sehen möchte, was Eva sonst so anbietet, der kann dies hier tun http://www.lilisloft.com/

Vielen Dank für diesen schönen Abend und Dir weiterhin viel Erfolg, liebe Eva.

Bis die Tage

fraumasulzke

Smaland bei schlechtem Wetter, Teil I

Was macht man als Touri in Schweden nun, wenn man den Bäumen genug beim Rauschen zugehört hat…nun wirklich mal was anderes möchte als sein Buch…auf frische, selbst gesammelte Steinpilze jetzt echt keinen Appetit mehr hat?

Einen AUSFLUG! Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ja von einem winzigkleinen Ort zum nächsten fahren können und mir den jeweiligen Antiquitäten- und Kuriositätenhändler angucken können, zwischendrin bei einem „Löppis“ (=Trödel, gibts gefühlt auf jedem 2. Bauernhof) und gelegentlich Zimtschnecken und Kaffee konsumieren können… (Schweden istl in dieser Beziehung ein wahres Eldorado). Da ich aber 2 shoppingresisteste männer dabei hatte, ging es nicht immer nach mir…

Was für mich allerdings ein besonderes Erlebnis war, war der Besuch einer Land-Auktion in Kvarnamala, die wohl jeden Sonntag stattfindet. Es gab von Mistforken bis Jugendstilsofas ALLES. Zum Glück hatten wir jemanden dabei, der ganz gut schwedisch kann, daher konnten wir auch mitbieten – allein hätte ich mich das nicht getraut, es ging alles SEHR schnell.

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So hab ich ein kleines Schränkchen ersteigert

Schränkchen vorher

Schränkchen vorher

Schränkchen nachher - man nennt es wohl "Shabby-Style"...

Schränkchen nachher – man nennt es wohl „Shabby-Style“…

und eine etwas merkwürdig aussehende aussehende Vase (also genau mein Fall), von der sich nachher herausstellte, dass sie richtig was wert ist (dänisches Design aus den 60er Jahren). Zwischendurch konnte man die angeblich besten Würstschen Smalands erstehen, Eis essen oder an den überall herumstehenden Tischen picknicken (dafür hatte ich allerdings keine Zeit…). Alles sehr entspannt. Schwedisch eben.

Bis die Tage

FrauMasulzke

Smaland im „Sommer“ 2014

Leider war das Wetter ja nicht so, wie man sich das so im Sommer gewünscht hätte (war ja wohl überall anders auch so), aber erstens nimmt man das ja in Kauf, wenn man in den hohen Norden fährt und zweitens war es jetzt auch nicht soooo schlimm. Anfangs war ich ein bisschen beleidigt, dass wohl dieses jahr ein ganz schlechtes Heidelbeerjahr sei (ich hatte mich schon so auf Heidelbeer-Pfannkuchen gefreut), dafür wuchsen einem die Steinpilze quasi direkt in den Mund. Und obwohl wir noch nie selbst Pilze gesammelt haben, kamen wir nicht umhin, schnell noch im Pilze-Buch nachsehen und sich mal zu trauen. War auch lecker und offensichtlich leben wir ja noch.

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Sieht man das, dass die Pilze quasi auf dem „Mittelstreifen“ wachsen? Man brauchte sich nur noch zu bücken. So sah dann eine fertige Mahlzeit au: (VORM Kochen)

P1040219Alle fragen mich immer, was wir denn bloss bei dem schlechten Wetter den ganzen Tag in der Einsamkeit gemacht hätten.  Hm, also langweilig war es uns nicht. Wenn es mal nicht geregnet hat, sind wir zum See runter gegangen und sind gerudert oder gepaddelt

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Wir haben eingekauft (finde ich in Supermärkten im Ausland immer total spannend) und gegrillt,

Das ist kein Archeopteryx, sondern das "Ungeheuer" sprich der größte Angelfang unseres Vermieters...hing überm Grill

Das ist kein Archeopteryx, sondern das „Ungeheuer“ sprich der größte Angelfang unseres Vermieters…hing überm Grill

Wir sind zum Bauern im Nachbardorf gelaufen, um Eier, frisch gebackene Zimtschnecken und Honig zu kaufen…

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Ich musste auch ständig los, um frische Blumen zu pflücken…

IMG_0970Und wenn einem dann wirklich gar nix mehr eingefallen ist, konnte man immer noch herrlich ganz ohne irgendwelche Verpflichtungen rumsitzen und lesen, lesen, lesen…(s. mein vorheriger Post). Ein paar Ausflüge haben wir übrigens auch gemacht, darüber schreibe ich dann nächstes mal.

Bis die Tage

Romika

Urlaubslektüre

Hej Hej,

da bin ich wieder, frisch aus dem Urlaub aus Schweden wieder da. Schön wars, ruhig und entspannt, leider war mir das Wetter zu nass. Mit Kälte und Wind hab ich keine Probleme, ganz im Gegenteil, ich liebe es, wenn mir die steife Brise (z.B. in Hamburg) um die Nase pfeift – dieses skandinavisch Helle…Klare…das liebe ich schon sehr.

Jedenfalls hatten wir in unserem wunderbar im Wald gelegenen Ferienhaus daher viel Gelegenheit, in die Bäume zu gucken…oder auf den See…oder in ein Buch. Wer mich kennt, weiss ja, dass ich recht viel und auch schnell lese (O-Ton: Was soll ich denn bloss lesen, ich habe NIX mehr zu Lesen…), deshalb muss ich in den Urlaub immer ganz viel Lektüre mitnehmen, in Zeiten des e-book-Readers ist das auch nicht mehr mit soviel Geschleppe wie früher verbunden.

Dieses Mal hatte ich (u.a.) noch einen halb gelesenen Hakan Nesser dabei, den neuen Alpen-Krimi von Jörg Maurer (die einzigen Krimis neben denen von Simone Buchholz, die ich gut finde) und eben den Wolkenatlas von David Mitchell. Das Buch lag schon länger ungelesen hier rum, ich hatte es mir damals gekauft, als der Film vor ein paar Jahren in die Kinos kam, ich habe angefangen und es hat mir überhaupt nix gesagt. Nun kam neulich, als ich schon Urlaub hatte, der Film im Fernsehen. Irre spät (ging, glaube ich, bis 1.30 Uhr nachts), aber ich konnte ja ausschlafen. Trotzdem war ich skeptisch, weil ich die meisten Filme dermassen langweilig finde, dass ich früher oder später einschlafe. Jedenfalls habe ich die erste halbe Stunde des Films damit verbracht, überhaupt nix zu kapieren, da es sich bei der Story um 6 verschiedene Handlungsstränge handelt, die im Film mehr oder minder parallel erzählt werden. Dann allerdings hat der Film mich total gepackt und ich fand ihn groß-artig!!! Die unglaublichen 3 Stunden gingen total schnell rum und ich war keine Minute kurz davor, einzuschlafen. Und mit dem Film als „Basis“ liest sich das Buch genauso großartig. Ich erlebe es leider nur noch ganz selten, dass mich ein Buch total fesselt und ich gar nicht mehr aufhören kann will zu lesen. Und das ich dann auch die Zeit habe, das zu tun!!!

Die fünf Handlungsstränge im Buch sind auch etwas übersichtlicher gestaltet als im Film. Wer sich für die Handlung interessiert, liest am besten bei Tante Wikipedia nach, es ist wirklich ziemlich verschachtelt. Das Tolle an dem Buch ist, dass alle sechs Geschichten jede für sich ein unterschiedliches Genre darstellt (Tagebuch, Briefe, Manuskript, Autobiografie, Interview, Erzählung) und auch in total unterschiedlichen Stilen und – ja, Sprachen geschrieben ist. Man liest quasi 6 Bücher auf einmal und das Tollste ist, dass sich die Geschichten alle irgendwie berühren und sich Gemeinsamkeiten auftun und so am Schluss tatsächlich alles einen Sinn ergibt.

Ein Buch, das bestimmt anfangs etwas sperrig ist – ich hab es jetzt zu 2/3 durch und mir graut schon vor dem Tag, wenn ich es durch habe.

Apropos: ich gehe jetzt und lese weiter.

Viele Grüße von fraumasulzke

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