Monat: Oktober 2014 (Seite 1 von 2)

Bücherliebe: Die ganze Welt von A bis Zelt

von Kateryna Yerokhina.

Wie neulich schon angekündigt, möchte ich Euch heute ein Buch zeigen, was ich bisher immer als Kinderbuch wahrgenommen habe, aber bei genauerer Betrachtung glaube ich, dass es auch Erwachsenen Spaß machen kann.

Dieses Buch hat der kleine Herr Masulzke von meiner Oma, also seiner Uroma, geschenkt bekommen. Meine Oma war – leider ist sie vor ein paar Jahren gestorben – eine der größten Bücherliebhaberinnen, die ich kenne. Jahrelang hat sie in einer der Hamburger Stadtteilbüchereien gearbeitet und immer habe ich die neusten Bücher als eine der erste lesen können und hatte keine Beschränkungen bezüglich Menge der Bücher und Ausleihfrist. Ein Paradies!

Dieses Bilderbuch (in der Tat hat es keinen Text) besteht nur aus wunderschönen altmodisch anmutenden Bildern – auf jeder Seite ein Buchstabe des Alphabets und rundherum die dollsten Dinge, die mit diesem Buchstaben anfangen. Aber eben nicht nur die Sachen, die einem sowieso schon einfallen würden, sondern z.B. bei „C“ Can-Can-Tänzerinnen, Chimäre oder Chrysantheme (und noch diverse andere). Es macht total Spaß, sich die Bilder anzuschauen und zu rätseln, allein oder auch mit einem Kind. Da es auch ganz einfache Sachen bei den Buchstaben gibt (wie z.B. Clown) haben auch Kleinere ihr Erfolgserlebnis, denke ich.

Hier ist das Bild vom Buchstaben M. Viel Spaß beim Suchen. Und wer alles rausfindet, kriegt ein Eis!

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Bis die Tage

Jack o’Lantern

Ich muss ja zugeben, dass ich wie die meisten Menschen in meinem Alter nix mit Halloween anfangen kann. Das GAB es in meiner Kindheit/Jugend einfach noch nicht. Und als in den 90ern die ersten Partys kamen, war ich schon zu alt, glaube ich. Zumal man im Norden an Allerheiligen (the Day after Halloween) nicht frei hat, weil kein Feiertag. In Hessen übrigens auch nicht.

Heutzutage gehört es schon irgendwie dazu im Jahr als fester Termin. Stört mich jetzt nicht weiter, die Diskussionen im Kindergarten damals, ob Halloween jetzt böse ist oder nicht, fand ich schon etwas befremdlich. NOCH befremdlicher allerdings finde ich, wenn wieder alle Muttis um die Wette schnitzen müssen, wer jetzt den schönsten Kürbis vor der Tür hat. Ist das nur hier so oder bei Euch auch?

Ich hab eben einen richtig schönen oldschool Jack o´Lantern geschnitzt (hat auch so schon lang genug gedauert ;o)) und freu mich jetzt zusammen mit meinem Sohn am glühenden Leuchten. Mal sehen, was das morgen so gibt…

Bis die Tage

fraumasulzke

Sylt, einmal und immer wieder?

Einmal muss ich noch was zu Sylt loswerden und dann lass ich Euch damit in Ruhe. Eigentich wollte ich Euch ein spezielles Kinderbuch zeigen, das ich sehr mag, aber für ein Foto ist es schon zu dunkel (Winterzeit sei Dank!). Mach ich dann die nächsten Tage – wenn Ihr es noch solange aushalten könnt…;o)

Bei Sylt scheiden sich ja die Geister. Einerseits haben die meisten Norddeutschen irgendwelche Kindheitserinnerungen an Klassenreisen oder Jugendreisen nach Sylt – in der Tat habe ich vor etlichen Jahren in einem kirchlichen Erholungsheim in Kampen (ja in DEM Kampen) Urlaub gemacht (das mittlerweile bestimmt für etliche Milliönchen den Besitzer gewechselt hat…)– andererseits hört und liest man von exorbitanten Preisen und abwechselnd champagner- und austernschlürfenden bulimischen und gebotoxten Bankiersgattinnen…und ehrlich gesagt sieht man die auch auf Sylt.

ABER! Sylt hat immer noch eine andere Seite. Nämlich: Friesische Dörfer mit Reetdachhäusern. Eine unfassbar schöne Natur (wie z.B. der Lister Ellenbogen…das Morsumer Kliff…).

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Blick aus unserem Appartement, da geht einem doch das Herz auf, oder?

Blick aus unserem Appartement, da geht einem doch das Herz auf, oder?

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Eine gewaltig brüllende Nordsee mit Riesenwellen – auf der Westseite – gleichzeitig eine liebliche Wattenmeerlandschaft mit Muscheln ohne Zahl, Seevögeln und seltenen Pflanzen – auf der Ostseite. Dazwischen Dünen in allen Farbtönen (und im Spätsommer sicher wunderschön mit der lila blühenden Heide).

Einer der wenigen sonnigen Momente in diesem Jahr...

Einer der wenigen sonnigen Momente in diesem Jahr…

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Kaputt-Butt

Kaputt-Butt

Wir haben in unserer Urlaubswoche neben unseren obligatorischen Strandspaziergängen Ausflüge zum Morsumer Kliff gemacht, waren auf der Hallig Hooge und haben die Sauna im 5-Sterne-Hotel Arosa in List besucht. Letztere ist kein Muss. Natürlich ist es nett, einen superschönen Kuschelbademantel nebst Badelaken gestellt zu bekomen. Und Obst und Wasser frei. Trotzdem ist der Preis von 59 EUR für einen vierstündigen Aufenthalt m.E. nicht gerechtfertigt. Zumal ich mir an den echt blöd aufgehängten Regalen wirklich böse den Kopf gestoßen habe auf meine Beschwerde hin von einem Hotel dieser Preislage etwas mehr erwartet hätte als „Wir schauen mal, ob wir mit den Regalen was machen können“.

Ich glaube, im Sommer ist Sylt mir zu voll, aber im Herbst liebe ich es. Allein schon der Wind und das Meer tun einfach unglaublich gut.

IMG_1136Und so feines Fischbrötchen mit Brathering schmeckt sowieso viel besser als ne olle Auster (wobei ich das, ehrlich gesagt, noch nie probiert habe ;o))

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Wie ist Hallig Hooge denn so? Leer!

Da sich die Nordsee dieses Jahr mal von der rauheren Seite zeigte und man ja nicht ununterbrochen Austern und Champagner schlürfen kann (kleiner Scherz…), haben wir neulich von Sylt aus einen Ausflug nach Hallig Hooge gemacht.

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Unglaublich, aber wahr – ich war noch nie in meinem Leben auf einer Hallig. Natürlich habe ich mit meiner Schulklasse damals – wie wohl alle Hamburger Schulklassen – eine Klassenreise nach Puan Klent gemacht, aber wir sind von da aus nur bis Amrum gekommen. Hallig Hooge ist sozusagen noch eine Station weiter.

Nach den 2 Tagen Sturm war die Nordsee schon ziemlich wellig, aber wenigstens fuhren die Schiffe wieder und nach 1,5 Stunden ist man dann da. Wenn man vom Schiff aus guckt, sieht es so aus, als wenn die einzelnen Warften jede für sich eine kleine Insel ist – was ja im Prinzip auch so ist.

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Der Unterschied zwischen einer Hallig und einer Insel ist ja quasi, daß die Insel einen Deich außen rum hat und auf der Hallig die Häuser auf Hügeln (=Warften) stehen. Ich hatte mir das ganze irgendwie viel kleiner und dichter beieinander vorgestellt. Die Hallig an sich ist eigentlich eine riesige Wiese. Die Warften liegen sehr weit auseinander – ok, Hooge ist auch die zweitgrößte der Halligen und wenn man mal zwischendurch ganz dringend wohin muss, hat man ein Problem, weil die Sicht gefühlt 10 km beträgt.

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Die Menge der Tagestouristen (hielt sich Ende Oktober sowieso in Grenzen) verlief sich relativ schnell und man sah nur noch weitem die Outdoorjacken leuchten. Ohne Worte fand ich allerdings eine Horde Senioren aus Oberbayern, die in die entzückende Friesenstube einfielen, in der wir friedlich unser Labskaus löffelten, und zwar mit den Worten „Grüß Gott“ . Nächstes Jahr, wenn ich in den Urlaub nach Bayern muss, werde ich mich rächen und überall mit „Moin“ grüssen!

Ansonsten kann man auf den Halligen sehr gut Schafen beim Kauen und Kühen beim Spazierengehen zusehen,

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diverse Seevögel beobachten (Wildgänse, die beim Start gen Süden 2 m laut krächzend über einen hinwegfliegen), Labskaus essen und Pharisäer trinken und über die Marschwiesen spazieren. Nach 2,5 Stunden holt einen das Schiff wieder ab und für meinen Geschmack hat das auch gereicht. Ich laufe eben lieber am Strand entlang. Fazit: Interessant, es mal gesehen zu haben, aber nix zum Urlaubmachen.

P.S. Die Rückfahrt war ziemlich lustig, es gab hohe Wellen und die Hälfte der Oberbayern hielt sich gelbgrün eine Tüte vors Gesicht…Strafe muss wohl sein ;o)

Früh übt sich, was ein richtiger Seebär werden will...

Früh übt sich, was ein richtiger Seebär werden will…

Herbstliches Kürbisbruscetta mit Ziegenkäse überbacken

So, nun bin ich wieder zuhause und grüße vom Gipfel des Wäscheberges…Ich bin voll von Eindrücken und muss das aber erstmal sortieren, deshalb heute mal ein Rezept, was ich mir tatsächlich ganz allein ausgedacht habe und was ich ziemlich köstlich finde:

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Man nehme: Hokkaidokürbis, Apfel, Lauchzwiebel, Baguette, Ziegenweichkäse.

Kürbis in Würfel schneiden in Brühe weichkochen und in der Zwischenzeit Apfel und Lauchwiebeln kleinschneiden. Alles vermischen und je nach Geschmack mit einem Schubs Olivenöl, Apfelessig und Honig vermischen, pfeffern und auf die Baguettescheiben legen. Dann kommt jeweils eine Scheibe Ziegenkäse drauf und bei 200 Grad in den Ofen bis das Baguette gebräunt und der Ziegenkäse verlaufen ist.

Und falls man das ganze andersrum lieber mag: Man kann auch aus dem ganzen einen Salat machen und das Baguette zu Croutons verarbeiten und den Ziegenkäse roh lassen oder in der Mikrowelle kurz anschmelzen. Schmeckt auch gut.

IMG_1383Bis die Tage

die fraumasulzke

Mehr Meer

Das Meer ist keine Landschaft – es ist das Erlebnis der Ewigkeit

(Thomas Mann)

IMG_1162 IMG_1190 IMG_1204 IMG_1212 IMG_1250 IMG_1251 IMG_1255Ausnahmsweise heute mal ohne viele Worte…

die ins Meer verliebte Frau Masulzke

Sylt my love

Am Strande

Vorüber die Flut

Noch braust es fern.

Wild Wasser und oben

Stern an Stern.

Wer sah es wohl,

o selig Land,

wie dich die Welle

überwand.

Noch braust es fern.

Der Nachtwind bringt

Erinnerung und eine Welle

verlief im Sand

Rainer Maria Rilke

Moin Euch allen.

Nun sitz ich doch wieder an der Kiste. Das liegt daran, dass es hier an der Nordsee GIESST wie aus Eimern. Aber da ich ja ein Küstenmädel bin und das Meer sowieso selten genug vor der Haustür habe, bin ich eben trotzdem los an den Strand – mit dem Ergebnis, daß ich nach 20 Minuten umkehren musste, weil ich bis auf die Unterwäsche naß war und die Flut irgendwie ziemlich hoch…Egal, ich genieße trotzdem jede Minute. Ich bin ja auch ein zwanghafter Muschelsucher und Steinefinder (kann man ja nie genug haben – ich seh schon das Augenrollen von Herrn M.). Das kann ich stun-den-lang machen. Immer mit dem Blick nach unten am Strand entlang, zwischendurch mal hochgucken und vor mich hingrinsen vor lauter Glück, am Meer zu sein.

Gestern, während der langen Autofahrt, habe ich die ganze Zeit darüber nachgedacht, warum ich es eigentlich im Norden so schön finde…Bis Hamburg habe ich fast die ganze Zeit geschlafen…Westerwald? Gähn. Kassel…Göttingen…Hannover…Roswithastadt Bad Gandersheim (warum heisst die eigentlich Roswithastadt???) – mir doch egal…

Und dann wird die Gegend langsam flacher…der Horizont rückt nach hinten und der Himmel wird weiter – und in gleichem Maße geht mir das Herz auf. Man sieht eine Menge Schafe

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und auf den Feldern keine Krähen mehr, sondern Möwen. Und dann weiß ich, gleich sehe ich das Meer – und jedesmal, wirklich jedesmal – hab ich richtig Herzklopfen, bis ich es wirklich sehe. Und dann kommt das Beste: aussteigen und TIEF einatmen, das Salz in der Luft riechen und sich vom Wind richtig die Frisur und die Seele durchpusten lassen.

Blick aus dem Autofenster hinaus (vom Autozug aus) auf das Meer

Blick aus dem Autofenster hinaus (vom Autozug aus) auf das Meer

Und dann das Meer. Diese Weite, diese WEITE!!! Und das Rauschen der Wellen. Das macht mich einfach glücklich. Mehr brauch ich gar nicht.

Ok, Fischbrötchen mit Brathering ab und zu sind auch nett ;o)

Bis die Tage

Frau Masulzke

Adventskalender – tolle Idee

Hach naja, ich kann eben auch nicht aus meiner Haut…(will ich ja auch gar nicht) Anscheinend ist in meinem Körper der belesenen Akademikerin doch irgendwo eine schnöde Bastelmuddi gefangen.

Bei Barbara von dramaqueenatwork habe ich die tolle Idee gesehen, sich mit 23 anderen zusammenzutun, jeder macht 23 x dasselbe Geschenk und dann wird gemixt, so daß man im Endeffekt einen vollen Adventskalender bekommt. Toll, oder? Die Idee hatte ich übrigens auch schon, nur fehlen mir die 23 Bastelmuddis in meinem Bekanntenkreis ;o) Also nu mach ich hier mit, habe auch schon eine Idee und auch schon angefangen. Was genau es wird, kann ich jetzt natürlich hier nicht verraten.

010Ich glaube, das letzte Mal einen Adventskalender hatte ich so ungefähr vor 25 Jahren und da der kleine Herr Masulzke ein großer Lego- und StarWars-Fan war, war er in den letzten Jahren immer mit der Fertig-Variante glücklich. Aber NU!!! kann ich mich austoben, ich freu mich, dass ich dabei bin!

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit, ob ich an der Nordsee was zu erzählen habe, weiss ich noch nicht. Wenn es dann doch mal besseres Wetter wird, mach ich bestimmt ein paar Fotos.

Bis die Tage

Romika Masulzke

Ist Belgien das Bielefeld Europas?

Um jetzt gleich mal einem möglichen Shit-Storm empörter Bielefelder vorzubeugen: Nein, ich habe nix gegen Bielefeld. Um ehrlich zu sein, war ich noch nie da, ja ich kenne sogar niemanden, der jemals da war. Möglicherweise ist Bielefeld entzückend und verkannt – genauso wie Belgien!

Als Hamburger Deern geht man ja (völlig zu Recht) davon aus, daß Hamburg die schönste Stadt der Welt ist und hier findet man das einzige Vorurteil über die Hamburger bestätigt: Hamburger sind arrogant, was ihre Stadt angeht und halten es gar nicht für nötig, es irgendwo anders AUCH schön zu finden („kann ja gar nicht sein“). Das geht soweit, daß die Gegend südlich des Elbtunnels (eindeutig noch Hamburger Stadtgebiet. Also rein geographisch.) als „Bayern“ oder auch „Balkan“ bezeichnet wird und überhaupt alles vom Ruhrgebiet über Breisgau bis zum Elbsandsteingebirge als eine amorphe Gegend namens „irgendwie Süddeutschland“ wahrgenommen wird.

Genauso ging es mir jahrelang mit Belgien. Man fährt da durch, wenn man nach Frankreich will, es gibt Schokolade

Antwerpen_2014-05-29_1555_1000734und Pommes und das Atomium, das war es so ungefähr, was ich mit Belgien verbunden habe. Bis meine Schwägerin B. geradezu von Belgien schwärmte und wir irgendwie auf Antwerpen zu sprechen kamen. Und da waren wir dann im Mai prompt. Was soll man sagen: tolle Stadt. TOLLE Stadt!!! Ich glaube, ich war noch nie in einer Stadt, die soviele Gesichter hat: es hat etwas Maritimes durch den großen Hafen,

Ein zufällig herumstehendes Bier

Ein zufällig herumstehendes Bier

etwas Französisches (alle sitzen draussen und essen), etwas Modernes – irgendwie echt Lässiges, aber auch etwas Gemütlich-Altmodisches

Antwerpen_2014-05-29_1548_1000732auch etwas Britisches (an jeder Ecke sind Pubs)…

Und großartig symphatische, entzückendes Flämisch sprechende Einwohner.

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Und das Kirsch-Bier schmeckt gar nicht so schlimm, wie ich dachte ;o)

Die Farbe ist krass, aber es schmeckt ungefähr so wie Alster/Radler

Die Farbe ist krass, aber es schmeckt ungefähr so wie Alster/Radler

Das ist allerdings schon irgendwie echt absurd...

Das ist allerdings schon irgendwie echt absurd…

Antwerpen rein subjektiv:

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Antwerpen_2014-05-29_1438_1000704Lässige Läden in der Kloosterstraat…

Der alte Ludwigvan war auch da...

Der alte Ludwigvan war auch da…

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Wer die Augen ein bißchen offenhält, sieht überall nette kleine Kunst…

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das ist mal n Knotenbrett...

das ist mal n Knotenbrett…

Das Knotenbrett (und wie ja allgemein bekannt ist, bin ich ein großer Fan von maritimen Knotenbrettern) hängt im Museum an de Stroom, was ein Must-See ist. Im Gegensatz zum Modemuseum – aber Herr Masulzke und ich kriegen beim Anblick von einem Chanel-Kleidchen auch keine Schnappatmung (was bei einigen Ausstellungsbesuchern durchaus der Fall war) – wie immer Geschmackssache!

Auch Tim und Struppi - die Helden meiner Kindheit - sind Belgier

Auch Tim und Struppi – die Helden meiner Kindheit – sind Belgier

Ich fand Antwerpen lässig, unaufgeregt, cool und symphatisch.

Fahrt mal hin! Bis die Tage

fraumasulzke

Bücherliebe: Raufgefallen von Shel Silverstein

Einer meiner absoluten Lieblings-schmöker-Bücher ist „Raufgefallen“ von Shel Silverstein in einer großartigen Übersetzung von Harry Rowohlt.

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Was in diesem Buch an vorder- und hintergründigem Humor, Wortwitz und Schüttelreimen steckt, bedarf sicher eines meisterhaften Übersetzers. Nun mag man von Harry Rowohlt ja halten, was man will – aber das kann er. Ich habe ihn mal live erlebt, als er noch auf Lesungen qualmte wie ein Schlot und soff wie ein Eimer – ich hatte Tränen in den Augen, zum einen vom Rauch, zum anderen vor Lachen…

Nun aber zurück zu Schel Silverstein. Wikipedia schreibt über ihn, dass er ein US-amerikanischer Songwriter, Musiker, Filmkomponist, Drehbuchautor, Dichter, Karikaturist und Verfasser von Kinderbüchern war, auch bekannt unter dem Namen Onkel Shelby. Leider ist er 1999 gestorben.

Angefangen hat er seine Karriere beim Playboy (angeblich spricht da ja für Qualität ;o)) und was ihn noch symphathischer macht ist – finde ich – daß er überzeugt war, geschriebene Worte müssten auf geeignetem zum Werk passenden Papier gelesen werden. Er ließ seine Gedichte und Erzählungen nur dann veröffentlichen, wenn er die Art, Größe, Form und Farbe des Papieres selbst festlegen konnte. Gelegentlich verfasste er umgangssprachliche Lyrik, wie beispielsweise eine Rapversion von Shakespeares Hamlet, die 1998 im Playboy auf gelb-beigem Spezialpapier veröffentlicht wurde. Im Jahre 2005 erschien Silversteins Buch Runny Babbit, bei dem jedes Gedicht und jede Illustration aus einem Schüttelreim besteht.

Silverstein behauptete, niemals Gedichte anderer gelesen und deshalb seinen eigenen Stil entwickelt zu haben. Sein Stil war locker und gesprächsartig, manchmal bis hin zur Profanität und der Verwendung aktuellen Slangs.

Wer mit dem Witz von Ringelnatz etwas anfangen kann, wird Shel Silverstein lieben:

002Eins meiner Lieblingsgedichte. Eigentlich sind alle toll, aber das Gedicht über Pinocchio z.B. ist auch großartig…

Bis die Tage, beste Grüße

fraumasulzke

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