Der Tag, an dem ich von der Signorina zur Signora wurde

Kennt Ihr das, wenn man bei einem italienischem Restaurant reinkommt und der glutäugige Mario stürzt auf euch zu und ruft „bona sera, Signora“ und man stutzt, weil – letztes mal war man doch noch Signorina? Ok, vielleicht hat er sich ja vertan, denkt man…und 2 Wochen später (dieses Mal, weil es der Zufall so will, in Castrop-Rauxel…oder auch Warnemünde-Süd): wieder das gleiche: auf einmal bin ich schlagaritg in allen italienischen Restaurants der Welt Signora. Ich frage mich, woher die das alle gleichzeitig wissen? Bin ich unsichtbar markiert?

Jedenfalls ist Douglas ebenso in diese geheime Verschwörung involviert. Seit dem Signora-Zeitpunkt bekomme ich nämlich beim Einkauf keine schicken Parfum-Pröbchen mehr, sondern eine „wirksame Anti-Age-Creme für die reifere Haut“…

Das letzte Mal dieses irritierte Gefühl hatte ich, als ich ungefähr 17 war und so 11-Jährige anfingen, mich zu siezen – fand ich ja ganz merkwürdig. Aber wenn ich jetzt so drüber nachdenke: genauso komisch ist irgendwie doch auch, daß so „Respektpersonen“ wie Lehrerinnen…Richter…Zahnärzte (!) auf einmal soviel jünger sein sollen als man selbst. Es werden ja auch eher die anderen jünger, als man selbst älter…geht Euch das auch so?

Die nächste Stufe ist wahrscheinlich erreicht, wenn guterzogene Kinder in der S-Bahn einem ihren Platz anbieten…

Erleichtert, daß es noch nicht so weit ist:

Die FrauMasulzke

1 Kommentar

  1. Los gehts doch mit den Fußballern, die sind schnellster jünger als man gucken kann – mal abgesehen von Dino Zoff – aber es ging ja um Respektspersonen, was sollen also die Zahnärzte da???

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