Sylt my love

Am Strande

Vorüber die Flut

Noch braust es fern.

Wild Wasser und oben

Stern an Stern.

Wer sah es wohl,

o selig Land,

wie dich die Welle

überwand.

Noch braust es fern.

Der Nachtwind bringt

Erinnerung und eine Welle

verlief im Sand

Rainer Maria Rilke

Moin Euch allen.

Nun sitz ich doch wieder an der Kiste. Das liegt daran, dass es hier an der Nordsee GIESST wie aus Eimern. Aber da ich ja ein Küstenmädel bin und das Meer sowieso selten genug vor der Haustür habe, bin ich eben trotzdem los an den Strand – mit dem Ergebnis, daß ich nach 20 Minuten umkehren musste, weil ich bis auf die Unterwäsche naß war und die Flut irgendwie ziemlich hoch…Egal, ich genieße trotzdem jede Minute. Ich bin ja auch ein zwanghafter Muschelsucher und Steinefinder (kann man ja nie genug haben – ich seh schon das Augenrollen von Herrn M.). Das kann ich stun-den-lang machen. Immer mit dem Blick nach unten am Strand entlang, zwischendurch mal hochgucken und vor mich hingrinsen vor lauter Glück, am Meer zu sein.

Gestern, während der langen Autofahrt, habe ich die ganze Zeit darüber nachgedacht, warum ich es eigentlich im Norden so schön finde…Bis Hamburg habe ich fast die ganze Zeit geschlafen…Westerwald? Gähn. Kassel…Göttingen…Hannover…Roswithastadt Bad Gandersheim (warum heisst die eigentlich Roswithastadt???) – mir doch egal…

Und dann wird die Gegend langsam flacher…der Horizont rückt nach hinten und der Himmel wird weiter – und in gleichem Maße geht mir das Herz auf. Man sieht eine Menge Schafe

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und auf den Feldern keine Krähen mehr, sondern Möwen. Und dann weiß ich, gleich sehe ich das Meer – und jedesmal, wirklich jedesmal – hab ich richtig Herzklopfen, bis ich es wirklich sehe. Und dann kommt das Beste: aussteigen und TIEF einatmen, das Salz in der Luft riechen und sich vom Wind richtig die Frisur und die Seele durchpusten lassen.

Blick aus dem Autofenster hinaus (vom Autozug aus) auf das Meer

Blick aus dem Autofenster hinaus (vom Autozug aus) auf das Meer

Und dann das Meer. Diese Weite, diese WEITE!!! Und das Rauschen der Wellen. Das macht mich einfach glücklich. Mehr brauch ich gar nicht.

Ok, Fischbrötchen mit Brathering ab und zu sind auch nett ;o)

Bis die Tage

Frau Masulzke

2 Kommentare

  1. Hach. Schön. Vorfreude. (Ich fahre vermutlich auch; gestern in einem Monat quasi.) Und schönen Urlaub, liebe Masulzkes.

  2. Beim Lesen Deiner Zeilen kann ich das Salz auf den Lippen und den Wind um die Nase regelrecht spüren, herrlich! Euch ganz viel Spaß!

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