Woanders ist auch schön! Heute: Ruhrpott

Moin Welt!

Wie sind wir eigentlich auf die Idee gekommen, eine Städtetour in den Ruhrpott zu machen? Ich glaube, es hing doch ziemlich eng mit dem Wochenende in Duisburg zusammen, wo ich ja im Februar war und leider nur sehr wenig Zeit für Sightseeing hatte. Außerdem hat Herr Masulzke in jungen Jahren mal in Gelsenkirchen gewohnt und wollte mal wieder auf alten Pfaden wandeln.

So haben wir uns also in Essen ein Hotelzimmer genommen und sind los und was soll ich sagen: Im Pott is schön! Was man da alles unternehmen kann, ist schon klasse. Das war auch in den 2 Tagen soviel, dass das glatt 2 Posts werden.

 

Ich fang mal an mit etwas typisch Ruhrpottmäßigen (weil man es oft sieht), nämlich dem Ayers Rock von Bottrop oder Halde Beckstraße. Diese Halden sieht man in der Gegend überall, klar, die fallen natürlich im ansonsten eher flachen Ruhrgebiet schon auf. Leider habe ich kein Foto aus der Ferne gemacht. Es sieht aber tatsächlich ein wenig nach Ayers Rock aus. Nur nicht so rot.

Hierbei handelt es sich um menschengemachte Hügel oder eben Halden, regelrechte Berge, die hauptsächlich aus nicht verwertbaren Resten des Bergbaus bestehen (Da liegen tatsächlich überall noch Kohlestückchen rum, logo dass ich ein paar mitnehmen musste. Leider sind sie in meiner Taschen total zerbröselt. Woher soll ich das als Fischkopp wissen, dass Kohle so porös ist? Dabei fällt mir ein, ich hätte es vielleicht doch wissen müssen. Schließlich kenne ich ja Kohletabletten. Naja, man kann auch nicht immer an alles denken. Ich war jedenfalls etwas empört.).

Die Halde Beckstraße hat ein Volumen von 11,8 Mio. Kubikmeter und eine Gipfelhöhe von 110 m über NN und entstand von 1963 bis 1980. Auf dem Erklärungschild dort stand, dass man wohl früher versucht hat, die überall entstehenden Halden mehr ins Landschaftsbild zu integrieren, z.B. durch Begrünung und Aufforstung und sowas, man das dann aber irgendwann aufgebeben hat, weil einfach irgendwie zu riesig. Und jetzt ist man dazu übergangen, diese Dinger, die man sowieso nicht verstecken kann, erst recht zu betonen – ist ja auch Zeitgeist, oder? Deshalb hat man auf diese Halde ein begehbares Kunstwerk namens Tetraeder gebaut. Der ist nochmal wieder etwa 60 m hoch und irgendwie ganzschön wackelig, wenn man draufklettert. Aber tollen Blick hat man – zumindest wenn man gutes Wetter hat. Dies ist der Tetraeder im Ganzen – ganz miniklein unten sieht man einen Menschen zum Größenvergleich:

Und hier kommen noch ein paar Details:

romikamasulzke-Halde-Bottrop-Tetraeder (17)romikamasulzke-Halde-Bottrop-Tetraeder (14)Ich mag ja so Industriemolochs und davon gibt’s da in der Gegend ja wirklich jede Menge – davon erzähl ich dann mal

bis die Tage

die fraumasulzke

4 Kommentare

  1. Ha, die gleiche Idee hatten wir auch und sind rund um Pfingsten für 8 Tage im Pott unterwegs: Zechen gucken und so. Da bin ich besonders gespannt, was Du für Tips hast.
    Liebe Grüße,
    Anja

    • Hei Anja, man kann auf jeden Fall viele tolle Sachen unternehmen. Auf den Tetraeder klettern ist nur eine Sache davon, ein paar Tips kommen noch (VOR Pfingsten – versprochen ;o))) Lg Merle

  2. Ich war vor vielen Jahren das erste Mal in Bochum/Essen und ein Kollege nahm sich etwas Zeit mir was zu zeigen. Ich war sooo verwirrt, weil überall soviele Leute raumgelaufen sind…. in der Stadt, im Wald, im Park – da hat mich leichte Panik erwischt. In meiner norddeutschen Ecke kann ich auch mal ne Stunde laufen ohne jemandem zu begegenen. Da wurde mir dann klar, warum die Rheinländer so gesellig sind – er es nicht ist, hält es da nur schwer aus 😉 LG Kuestensocke

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