Gin Sieben

Moin Welt.

Die hessische Küche und ich – wir werden keine Freunde. Natürlich ist das alles ganz subjektiv und ich will keine Nationalheiligtümer verletzen, aber Handkäs (Harzer) schmeckt für mich wie alte Autoreifen und nur mit seeeeeeehr viel Musik (Essig, Öl und Zwiebeln) genießbar. Apfelwein finde ich eigentlich nur sauer (ja, AUCH im Sommer) und solche Sachen wie „Haspel“ (Eisbein) oder „Leiterchen“ (Rippchen) waren noch nie so mein Fall. Trotzdem liebe ich die hessischen Straußenwirtschaften, an denen man fast wie im bayrischen Biergarten draußen an langen Bänken sitzt und ißt und trinkt. Für solche mich gibt es übrigens leckeren „Spundekäs“ (so eine Art Frischkäse mit Zwiebeln und Paprikapulver, der zusammen mit Brezeln serviert wird)…UND! Natürlich „Grie Soss“ (Grüne Sauce). Die LIEBE ich und habe hier auch schonmal drüber geschrieben. Da die auch in jedem Restaurant anders schmeckt, hat man immer wieder neue Geschmackserlebnisse.

Umso begeisterter war ich, als ich neulich irgendwo las, dass es jetzt auch einen regionalen Gin aus den sieben Kräutern der grünen Sauce gibt. Da Herr Masulzke und ich ganz gern mal gelegentlich Gin trinken, musste ich den natürlich probieren.

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Erster Eindruck von außen: Für mich als williges Verpackungsopfer wirkt die schwere Glasflasche mit ihrer klaren Form und dem – wie ich finde – sehr stimmig gestalteten Etikett (mutet irgendwie ein wenig wie Art Decó an) sehr wertig und macht Lust auf mehr.

romikamasulzke-ginsieben (1)Beim ersten Schnuppern ebenso die angenehme Überraschung. Es riecht nach Gin. Ganz klassisch. Und nicht, wie ich erst vermutet befürchtet hatte, nach Schnittlauch oder Pimpinelle. Wobei ich ehrlich gesagt nicht weiss, wie Pimpinelle riecht. Wenn man ganz genau und länger riecht, nimmt einen ganz leichten, angenehmen Kräuterduft wahr. Und dann hab ich mal probiert – erstmal pur. Das ist generell nicht so meins, das schmeckt mir meist zu spritig, aber auch hier die angenehme Überraschung – dieser Gin ist weich, fast likörartig. Trotzdem habe ich ihn dann doch lieber ganz klassisch mit Tonic verdünnt. Und das schmeckt richtig richtig gut!

Fazit: 33 EUR für 500 ml sind nicht billig. Aber hier handelt es sich um ein echtes Liebhaberprodukt, das mit viel Liebe zum Detail in einjähriger Entwicklungsarbeit entstanden ist und sogar noch manuell abgefüllt wird. Und das schmeckt man. Und ausserdem finde ich es klasse, dass nicht nur die sieben Kräuter aus einem Frankfurter Stadtteil stammen, sondern auch das Getreide, aus dem der Basisalkohol hergestellt wird und sogar das Wasser aus einer Frankfurter Quelle stammt. Also 100 % regional.

romikamasulzke-ginsieben (10)Hier gibt’s noch mehr Infos und Bezugsquellen.

Und immer dran denken: Queenmom soll täglich auf ihrer Ration Gin bestanden haben und die Gute ist quietschfidel über 100 Jahre alt geworden ;o)

P.S. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert und die Begeisterung für den Gin Sieben ist ganz meine eigene

P.P.S. Ich muss gestehen, dass weder Rosmarin noch Thymian noch Minze zu den sieben Kräutern gehören. Aber irgendwas Grünes mußte mit auf die Fotos und was anderes habe ich nunmal nicht im Garten 😉

Bis die Tage und Prost

diefraumasulzke

1 Kommentar

  1. Tröste Dich, selbst ich als eingeborene Hessin kann mit „Handkäs‘ mit Mussigg“ nix anfangen. Dieser Käse schmeckt so furchtbar! Die Mussigg hingegen finde ich großartig. Ich schnippel mir Fleischwurst rein – das ist ein Genuss :-))

    Liebe Grüße
    Nicole

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