Moin Welt.

Nu hab ich das also auch erledigt: mein erstes Barcamp! Gehört als Blogger ja auch zum guten Ton, nä. Nee im Ernst: das zutiefst demokratische Prinzip eines Barcamps hat mich schon länger mal interessiert. Ich geh mal davon aus, dass alle wissen, was ein Barcamp ist? Falls nicht, wikipedia erklärt das so:

Ein Barcamp ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen.

Find ich super, die Idee. Und da ich mich ja eigentlich grundsätzlich erstmal für alles interessiere und auch gelegentlich mal handarbeite, hab ich mir gedacht, warum nicht mal ein Barcamp zum Thema Handarbeiten. Wahrscheinlich wäre ich auch hingegangen, wenn es zum Thema Angeln gewesen wäre. Also…vielleicht. Egal. Habe also eins der letzten Tickets bekommen und bin am Sonntag morgen dann nach Frankfurt ins Haus des Buches zum yarncamp gefahren.

Erster Eindruck: ein Raum voller Frauen und ein Zauberer beim Kaffeetrinken. Später stellte sich raus, das ist gar kein Zauberer, sondern David, der strickende Farbexperte :o)

Irgendwann zog man dann um in einen größeren Raum und diejenigen, die Lust und/oder Ideen hatten, eine „Session“ anzubieten (also ihr Wissen weiterzugeben oder interessante Dinge vorzustellen oder in Diskussion zu gehen über ein Thema) sind nach vorn gekommen und haben ihre Idee kurz vorgestellt. Wenn genügend Interessenten vorhanden waren (das ging ganz unkompliziert per Handzeichen) wurde Zeit und Raum festgelegt und auf einem Plan festgehalten.

romikamasulzke-yarncamp2015 (7)Und dann ist man zu den einzelnen Workshops gegangen, die einen interessierten. Oder auch nicht. Es gab auch sog. Ruhe-Sessions und ein ganz hervorragendes Catering. Alles sehr entspannt.

romikamasulzke-yarncamp2015 (12)Ich habe mir als erstes die Session von Rita angehört, die sich strickenderweise für Kinder in Südafrika engagiert. Das war eine wahre Freude, ihr zuzuhören, soviel Leidenschaft und Engagement mit so einfachen Mitteln!

Schaut mal vorbei, wenn ihr z.B. strickende Omas habt, die nicht wissen wohin mit ihren gestrickten Sachen klick

Dann habe ich von Nastja gelernt, mit den Fingern zu häkeln

und habe mir von David seine Ideen zum Thema Farben! Farben! Farben! angehört. Mir persönlich doch etwas zu bunt, aber absolut charmant vorgetragen. Und auch hier habe ich auf jeden Fall neue Impulse mitgenommen.

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Fazit: Das yarncamp lohnt sich auf jeden Fall für handarbeitsinteressierte Menschen. Besonders für Stricker/innen. Und ich finde es immer toll, neue Leute kennenzulernen, sich zu vernetzen und auszutauschen – auch wenn ich persönlich es noch ein ganz klein wenig interessanter gefunden hätte, wenn es nicht ganz so „strick-lastig“ gewesen wäre. Obwohl ich voll Bewunderung für all die schönen Strickkunstwerke bin (würde mir das aber nie zutrauen, sowas hinzukriegen…):

Aber so ein Barcamp lebt ja vom Input der Teilnehmer und das war wohl offensichtlich der Interessenschwerpunkt der meisten. Beindruckt war ich auf jeden Fall von der Leistung der Organisatoren/innen und der Menge an Sponsoren, ohne die das so toll ganz sicher alles nicht möglich gewesen wäre.

romikamasulzke-yarncamp2015 (3)Vielen Dank dafür!

Bis die Tage

die fraumasulzke