Was ist eigentlich „typisch holländisch“?

Moin Welt.

Neulich las ich von einem Wettbewerb für Blogger zu dem Thema „Was ist für mich typisch holländisch“? Und hier kommt dazu mein Beitrag – vielleicht findet sich der eine oder andere von Euch ja darin wieder ;o)?

Natürlich habe ich (noch) keine Fotos von Holland. Deshalb habe ich mich mal im Malen versucht. Leider ist mein Maltalent stehengeblieben, als ich ungefähr 9 war…

Ich kenne Holland seit meiner Jugend vom Segeln. Nee, stimmt gar nicht. Eigentlich seit meiner Kindheit, nämlich aus dem Fernsehen. Und zwar unter dem Namen Rudi Carrell. Die älteren unter uns werden sich sicher noch an die unglaublich tolle und spannende Sendung namens „Am laufenden Band“ erinnern…? Ein Highlight an Samstagabenden, wenn es denn lief. Da durfte ich auch immer aufbleiben. Und am allertollsten fand ich Rudi. Vor allem, wenn er Deutsch gesprochen hat (was er natürlich ständig getan hat), das fand ich so niedlich, dass ich jahrelang (also ungefähr von meinem 5. – 9. Lebensjahr) behauptet habe, ich würde Rudi Carrell heiraten, wenn ich mal groß bin.

Jedenfalls ist die Sympathie für den holländischen Akzent geblieben – bis heute. Ich mag das zu gerne hören.

In meinen Jugendjahren bin ich dann das erste Mal live nach Holland gekommen und zwar zum Segeln auf dem Ijsselmeer. Wusstet ihr, dass das Ijsselmeer eigentlich ein See ist und die Waddenzee eigentlich ein Meer? Nämlich die Nordsee (aber das nur am Rande).

Meine Güte, waren das schöne Ferien. Tagsüber Segeln und je nach Wetter faul an Deck rumlümmeln oder dramatisch gebrüllte Befehle des Käptens befolgen, damit man nicht untergeht im Sturm…oder so ähnlich. Abends hat man die Kneipen in den Häfen unsicher gemacht…oder Schiff trockenfallen lassen im Watt und Miesmuscheln einsammeln…die wurden dann 1 Tag im Netz hinter dem Schiff hergezogen (zum Spülen) und am nächsten Abend nach des Käptens Geheimrezept zubereitet…(Seitdem mag ich sie übrigens).

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Natürlich kenne ich auch Amsterdam mit seinen Coffeeshops, Fahrrädern, Rijksmuseum und Pommes Spezial. Und kaum Fenster mit Gardinen – das ist sehr ungewohnt für einen Deutschen. Mir gefällt das aber übrigens. Alles irgendwie typisch holländisch. Wenn man jetzt ganz tief in die Klischeekiste greift, dann fallen mir noch Windmühlen, Tulpen, Käse und Holzschuhe ein. Aber ist es das Holland, das ich erlebt habe und das mir so gut gefällt?

Was mir an Holland immer wieder auffällt und damit für mich typisch holländisch, sind einfach die Menschen. Die sind nämlich immer freundlich und meistens gut gelaunt. Nett und hilfsbereit – und für meine Begriffe echte Sprachgenies – die allermeisten sprechen hervorragend Deutsch und Englisch. Und obwohl ich im Ausland eigentlich immer erstmal Englisch spreche, bin ich immer vollkommen entzückt, wenn sie denn Deutsch sprechen – obwohl ich letztlich dann doch keinen Holländer geheiratet habe.

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Fällt Euch noch was ein zu typisch holländisch, was ich evt. vergessen habe? Außer Königin Maxima natürlich. Ich oute mich mal als Fan von ihr…is sie nich zu sympathisch? Man merkt quasi gar nicht, dass sie KEINE geborene Holländerin ist, oder? ;o))

Bis die Tage

Die fraumasulzke

2 Kommentare

  1. Ähm: Bessen Genever 🙂

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