#ABCFeeParade – A wie Absolutismus der Meinungen. Hier: 120 %.

Moin Welt.

Long time no see. Leider hatte ich den letzten Wochen so überhaupt keine Inspiration zum Bloggen. Ich weiss auch, warum, aber das gehört nicht hierher. Und dann lass ich das lieber, bevor ich mir hier irgendwas abmurkse.

Also! Was macht man bei mangelnder Inspiration? Man zeigt den Inhalt seiner Handtasche oder guckt, was andere so machen. Möglichkeit 1: Nein. Das wollt ihr nicht sehen. Möglichkeit 2: Fee macht eine Blogparade. Alphabetisch. Fängt an mit A (logo) wie  „Absolutismus der Meinungen“.

Als ich ihren Artikel dazu las, habe ich erst gedacht, jo damit ist ja eigentlich alles gesagt.

Auch ich bemerke zunehmend die Tendenz, seine eigene Meinung als einzig richtig gelten zu lassen und damit nicht genug, andere sollen möglichst auch noch zu dieser Meinung bekehrt werden. Seien es religiöse Überzeugungen, seien es unsere geschätzten Freunde von der veganen Front. Oder auch von der antiveganen Leberwurstverschwörung. Eigentlich ganz egal.

Ich finde, es geht sogar noch weiter, man muss nämlich nicht nur: „veganlebenachtsamlebendensportinmeinlebenlassensetzehiereinwasgefällt“, nein, man soll es auch noch mit 100 %, besser noch 120 % Einsatz tun. Und überall wird mir gesagt, dass die Mitarbeiter von allen Unternehmen mit Leidenschaft ihren Job tun, um mich glücklich zu machen. Sorry Leute, aber das glaube ich einfach nicht. Und ich WILL das auch nicht! Mir reicht das, wenn z.B. ein Zimmermädchen das Klo in dem von mir gebuchten Hotelzimmer sauber macht. Sie muss das nicht LIEBEN. Ich finde das vollkommen ok, wenn jemand einen Job macht, einfach nur um GELD zu verdienen. Oder machen MUSS. Soll es ja auch geben.

Und in vielen Bereichen des ganz normalen Alltagswahnsinns finde ich so Vokabeln wie „Leidenschaft“ echt unpassend. Leidenschaft gehört für mich zu Schauspielern, Autorennfahrern und wegen mir noch Kim Kardeshian. Aber NICHT in eine Sparkasse. Das reicht doch, wenn die Mitarbeiter mich kompetent und sachlich beraten, wieso muss das leidenschaftlich sein?

Oder seht ihr das anders?

Bis die Tage

die fraumasulzke

1 Kommentar

  1. Seh ich ähnlich. Das mit der Leidenschaft höre ich besonders oft von Ausbildern. Sie sagen: „die jungen Leute sind heute irgendwie gar nicht mehr richtig motiviert“. Wenn ich frage, wie motivierend die Aufgaben denn so sind, kommt häufig die Antwort, die seien natürlich nicht so wahnsinnig toll, weil das ja noch Azubis wären… aber trotzdem.

    Genau wie Unternehmen 120% Leidenschaft erwarten, scheinen mir aber auch viele Menschen vom Leben 120% Glück & Erfüllung zu erwarten (manchmal ohne selbst 120% zu geben).

    Huhn? Ei? Wer weiß.
    Komm gut in die Woche
    Stefanie

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