Mit den Hungy Birds in Amsterdam auf Foodtour

Moin Welt.

Im Mai war ich wirklich viel unterwegs. Genau genommen jedes Wochenende. Das ist einerseits toll, weil man viele schöne Dinge erlebt, andererseits kommt man zu nix – auch nicht zum Bloggen. Dabei will ich Euch die ganze Zeit schon von Amsterdam vorschwärmen. Ich kenne Amsterdam schon von einigen Besuchen und ich liebe es. Es ist einfach eine superlässige, entspannte und malerische Stadt. Nimm die Kamera hoch, halt irgendwo drauf und knips – schon hast Du super Fotos. Dazu die netten Holländer! Und so tolle Museen! Und entzückende Lädchen überall!

Zum Glück kennen wir die ganzen Museen schon von früher und so hatten wir wenig Sightseeing-Druck, was auch echt ganz gut war, weil wir an dem Himmelfahrts-Wochenende dort waren (ihr erinnert Euch, das war das Wochenende mit dem bombastischen Wetter). Ergo war die Stadt knallvoll und überall waren lange Schlangen. So haben wir uns treiben lassen, uns je nach Tageszeit einen Kaffee oder ein Bier geholt und mit baumelnden Beinen an den Grachten gesessen. Es war traumhaft. Sowieso ist Amsterdam voll mit entzückenden Cafés, Restaurants und Lädchen mit wunderbarem Mädchen-Kram. Also am besten ein Viertel rauspicken, einfach los und entdecken.

Wobei es mir in DePijp besonders gut gefallen hat. Das war auch einer der wenigen festen Punkte an diesem Wochenende. Wir hatten nämlich bei den Hungry Birds eine Foodtour gebucht. Kennt ihr, oder? Man bucht eine geführte Tour durch eine Stadt/Viertel und erhält neben allerlei Insidertips und Anekdötchen, die die einheimischen Guides parat haben, auch Zutritt zu unbekannten Läden, Kneipen, Supermärkten und darf überall probieren. Dachten wir. Dass wir quasi 8x eine volle Mahlzeit bekommen würden, damit konnten wir nicht rechnen…

Nach einer sehr herzlichen Begrüssung durch unseren local guide Rachael

Das ist Rachael. Die ist super! Und nett! Und weiss Bescheid!

Das ist Rachael. Die ist super! Und nett! Und weiss Bescheid!

ging es los ging es in einem typischen Hipsterladen namens Yoghurt-Barn, in dem es – ihr ahnt es – Yoghurt in allen nur denkbaren Zusammenstellungen gibt. Wir hatten eine Portion mit Keksbröseln und Kiwi und dazu gab es Kaffee. Fing schonmal ziemlich „lekker“ an…

Danach ging es weiter auf den Markt. Der Albert-Cuyp-Markt in der gleichnamigen Straße findet montags bis Samstags statt und ist groß-artig! Eine Mischung aus klassischem Wochenmarkt, holländischen Spezialitäten, einer Menge Stoffhändlern (Nähnerds obacht!) und allem anderen.

Die Handtasche des Grauens

Die Handtasche des Grauens

Hier gab es beim besten Fischhändler (lt. Rachael) eine Portion Kibbeling und (im Mai in Holland selbstredend) einen Matjes, den man ganz stilecht im Ganzen bekommt und auf holländische Art mit zurückgelegtem Kopf Stück für Stück abbeißt. Die zarten Seelen konnten ihn aber auch zerteilt bekommen. Dazu gab es Bier.

Ein paar Stände weiter gab es die berühmten Stropwaffels. Eine Köstlichkeit frisch gebacken und noch warm mit triefendem Karamellsirup dazwischen. Die ganz Harten nahmen noch Extra-Schokoguss obendrauf. Auch hier konnte man soviel bekommen wie man wollte von dem entzückenden Waffelmann und seinem gutaussehendem Schwiegersohn (der übrigens eine frappierende Ähnlichkeit mit Benedict Cumberbatch hat). Eigentlich war man hier schon mehr als satt.

Aber gnadenlos führte die gutgelaunte Rachael uns weiter durch Depijp. Nächste Station war ein typisch holländisches Automatenrestaurant, in der die Besitzerin uns sowas von herzlich begrüßte und absolut charmant von der Geschichte ihres Imbisses erzählte (seit 40 Jahren im Familienbesitz! Nur beste Ware! Nach Omas Originalrezept!). Hier bekamen wir alle 1,60 EUR und konnten uns eine Automaten-Frikadel aussuchen. Ich habe hier dann mal ausgesetzt, durfte aber bei Herrn Masulzke mal probieren. Schmeckt ungefähr so wie Mutters Geschnetzeltes, aber paniert (auf dem Weg dahin gab es übrigens noch ein Eis. Wo wir schon mal da sind…).

Nächste Station war der internationale Supermarkt. Hier gibt es quasi alles. Wir erspähten buntes Krupuk und auch Löwensenf. Sensationell war die warme Theke, deren Gerichte irgendwie alle gleich aussahen, aber absolut köstlich ungewöhnlich schmeckten. Wahrscheinlich einfach das Beste aus allen Ländern. Hier gab es ein Stück Hühnchen im Brot und frittierte Banane mit Ednußsauce.

Letzte Station hat mir fast mit am besten gefallen. Ein winzig kleiner, unscheinbarer Laden. Neben indonesischem Supermarkt auch wieder mit Theke, wo wir eine Art Pastete bekamen und eine Art Pfannkuchen. Wieder so ein Laden, den man 1. Nie selber entdeckt hätte und 2. Wahrscheinlich eher nicht reingegangen wäre. Geführt übrigens schon in der 3. Generation seit 1961.

Zum Glück war dann der Ausklang in einer der typischen gemütlichen Kneipen, wo es neben einem Bier noch einen Genever gab (den wir auch dringend nötig hatten).

fraumasulzke-Amsterdam (38)

Natürlich hat Rachael uns auf dieser Tour noch auf diverse andere Highlights hingewiesen, die wir uns teilweise dann später noch angeschaut haben.

Uns hat es wirklich supersuper gut gefallen – Rachael ein absoluter Schatz, total sympathisch und humorvoll, die vielen Insidertips und nicht zuletzt das geniale Essen. So verschieden und alles absolut lecker. Absolute Empfehlung an alle, die demnächst mal nach Amsterdam wollen!

Die Tour hat knapp 4 Stunden gedauert und inkl. allem Essen und Getränken bis man platzt (wenn man denn will und kann) 69 EUR pro Person gekostet.

Bis die Tage

Die fraumasulzke

3 Kommentare

  1. Kann man nicht „gefällt mir“ drücken, muss mans schreiben. (Der „gefällt mir“-Button wird nich geladen…)

  2. Hört sich richtig gut an, den Matjes könnt ich gleich verdrücken, am besten stillecht! LG Undine

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