Moin Welt.

Wenn man an die Nordsee denkt, hat man ja gern mal tosende Sturmfluten, eiskalte Winde und turmhohe Wellen im Sinn. Peitschende Sandkörner in den tränenden Augen.

Ich LIEBE das.

Aber sie kann auch GANZ anders. So geschehen letztes Wochende, als ich von Nordstrand aus einen Ausflug nach Pellworm machte. Bisschen skeptisch war ich ja schon, weil Pellworm nämlich quasi in Sichtweise von Hallig Hooge ist und die fand ich…nun ja…hauptsächlich irgendwie leer. Kann man hier nachlesen.

Es begann alles mit einem absolut stillen Abend am Hafen von Nordstrand mit einem spektakulären Sonnenuntergang.

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fraumasulzke-pellworm (20)Am nächsten Morgen sind wir mit der ersten Fähre (die fährt um 8.40 Uhr) dann rüber nach Pellworm gefahren.

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Die fährt zum Glücke tidenunabhängig, es war nämlich gerade Niedrigwasser.

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Da versprach der Tag schon, ein absolutes Ausnahmetalent zu werden. Es war windstill und um diese frühe Uhrzeit schon gut warm. Man fährt so ungefähr eine halbe Stunde und wenn man Glück hat – und an diesem Tag GING das gar nicht anders – sieht man Robben.

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Wir hatten uns überlegt, uns Fahrräder zu leihen – Pellworm ist übrigens nicht autofrei – und damit einmal butendieks („außendeichs“) einmal rundrum zu fahren.

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Das sind dann knapp 30 km schnurgerade Strecke, nur ab und zu muss man um die Schafsköttel Slalom fahren.  Man trifft unterwegs erstaunlich wenig Menschen und erstaunlich viele Schafe, das mag vielleicht an der Vorsaison liegen, aber insgesamt kam uns Pellworm auf eine äußerst sympathische Weise beschaulich vor.

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Und so sind wir geradelt und geradelt, die Sonne schien wie verrückt, erst das Watt, dann die Nordsee wie ein Spiegel immer rechts von uns. Das Licht ein Traum. Geradezu traum-haft. Im Ernst, ich kann mich nicht erinnern jemals so einen sanften Tag an der Nordsee erlebt zu haben.

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Zwischendurch gibt es ein paar eingezäunte Badestellen (allerdings ohne Strand, es gibt nur Rasen), Möglichkeiten zur Einkehr, einen Leuchtturm und wenn man mal einen Blick über den Deich wirft, sieht es auch ganz entzückend aus.

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Irgendwann und schneller, als man denkt, ist man einmal rum um Pellworm und kann im kleinen Dorf Tammensiel noch etwas essen oder sich den klitzekleinen Hafen ansehen.

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Fazit: unbedingt nochmal hin, dann vielleicht ein paar Tage über Nacht bleiben und eine Wattwanderung nach Süderoog machen (wird nur von einem Vogelwart-Ehepaar ganzjährig bewohnt). Oder eine Wanderung zu den Kulturspuren der untergegangenen Siedlungen (bei den großen Sturmfluten im 17. Jh., dafür könnte man vielleicht auch Herrn M. junior begeistern). Das Inselinnere kennenlernen.

Bis die Tage

Die fraumasulzke