Monat: August 2016

Urlaub in der Bretagne

Moin Welt.

Ein paar Dinge muss man wissen, wenn man in der Bretagne Urlaub machen möchte.

  1. Die Bretagne ist im äußersten Nordwesten Frankreichs, d.h. der Weg ist weit. Wir hatten von unserem Startpunkt aus noch über 1.000 km und das war für einen Tag doch recht viel. Zumal es voll auf den Straßen war und wir auch noch in diversen Staus standen.
  2. Die Franzosen sind weder nett noch herzlich. Eigentlich hat man permanent das Gefühl, man stört. Wenn man angesprochen wird und sein Schulfranzösisch rausgekramt hat und „je ne comprends pas“ o.Ä. antwortet, bekommt man in jedem Fall einen verächtlichen Blick und wenn man Glück hat, wird die Phrase nochmal in laut wiederholt. (Ok, wir wollen nicht verallgemeinern. Es gibt auch nette Franzosen, wir trafen auch einen.) Auch in Museen o.Ä. finden sich nur sehr selten englische Erläuterungen.
  3. An den Stränden, an denen wir waren, gibt es null touristische Infrastruktur. D.h. mal eben einen Kaffee holen oder ein Eis für die Kinder ist nicht. Es gab noch nicht mal einen Mülleimer. Trotzdem (oder gerade deswegen) haben wir es geliebt. Die Strände sind Natur pur und blitzsauber, es gab auch kaum angeschwemmten Müll (was wohl angeblich daran liegt, dass der Atlantik hier stürmisch ist und es viele Strömungen gibt. Dafür eine Menge Muscheln.
  4. Der Atlantik ist kristallklar und an sonnigen Tagen türkisgrün. Leider eisig kalt. Wir hatten wirklich heißes Wetter mit um die 30 Grad (was in diesen Breitengraden wohl einer kleinen Sensation gleich kam) und das Wasser hatte vielleicht 17 Grad. Außerdem hat der Atlantik Gezeiten und eine nicht zu verachtende Tide mit Höhenterschieden von bis zu 12 m, d.h. gelegentlich ist der Strand ein bißchen breiter 😉

Wenn einen das nicht abschreckt, dann erlebt man:

Atemberaubende, herzzerreißend schöne Landschaft


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Perlen des Alltags: was gestrickte Spültücher mit Design zu tun haben (?)

Moin Welt.

Da bin ich wieder, frisch aus dem Urlaub und wirklich gut erholt. Wir waren in der Bretagne, im Norden von Frankreich und hatten Bombenwetter, herzzerreißend schöne Landschaft und türkisblauben (aber eiskalten Atlantik). Wenn ich die gefühlt drölfzigtausend Fotos mal gesichtet habe, zeig ich sie Euch auch.

Heute erstmal ein Wort zu „Design“. Ich gebe ja zu, dass ich oft #Verpackungsopfer werde und auch ganz oft das berühmte „haben-wollen“ verspüre, wenn ich irgendwas Schickes sehe (wobei „schick“ eine Dose Sardinen sein kann oder auch ein neues Auto) einfach, weil mir das Design gefällt. Jetzt kann man natürlich darüber spekulieren, WARUM mir dieses spezielle Design gefällt, wahrscheinlich hat das durchaus mit geschicktem Marketing oder auch mit Sehgewohnheiten zu tun. Natürlich bilde ich mir ein, dass einen sehr eigenen, ganz unabhängigen Geschmack habe, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist das wohl bei den meisten Menschen eher nicht so.

Sehr oft ärgere ich mich hinterher aber, wenn ich (zu) viel Geld für etwas ausgegeben habe, was nur schön aussieht, aber nicht gut funktioniert/schmeckt. Deshalb finde ich, dass gutes Design in erster Linie gut funktionieren muss. Sogenannte Designklassiker halten über Jahre, tw. Jahrzehnte und kommen nie aus der Mode. Wenn es dann auch noch gut aussieht, umso besser.

Jetzt habe ich weit ausgeholt, um zu meinem eigentlichen Thema, meinen gestrickten Wischtüchern zu kommen. Auch die habe ich vor einiger Zeit in einem sog. Tüddelkram-Lädchen gesehen und fand sie wahnsinnig stylish für so ein schnödes Produkt. Natürlich von einem dänischen Design-Label (ich sag ja nur SKANDINAVIER!). Da ich nun rechte Maschen beim Stricken gerade so noch hinbekomme, habe ich mir gedacht, bevor du hier (unverhältnismäßig) viel Geld ausgibst, strickst Du selbst welche und probierst erstmal aus, wie das so geht damit. Wenn ich nämlich eins eklig finde, dann sind das immer feuchte, muffig riechende Wischtücher. Da ich noch Baumwollgarn da hatte, habe ich also losgelegt und naturgemäß ging das recht schnell.

fraumasulzke-gestrickteSpüllappen (2)

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