Urlaub in der Bretagne

Moin Welt.

Ein paar Dinge muss man wissen, wenn man in der Bretagne Urlaub machen möchte.

  1. Die Bretagne ist im äußersten Nordwesten Frankreichs, d.h. der Weg ist weit. Wir hatten von unserem Startpunkt aus noch über 1.000 km und das war für einen Tag doch recht viel. Zumal es voll auf den Straßen war und wir auch noch in diversen Staus standen.
  2. Die Franzosen sind weder nett noch herzlich. Eigentlich hat man permanent das Gefühl, man stört. Wenn man angesprochen wird und sein Schulfranzösisch rausgekramt hat und „je ne comprends pas“ o.Ä. antwortet, bekommt man in jedem Fall einen verächtlichen Blick und wenn man Glück hat, wird die Phrase nochmal in laut wiederholt. (Ok, wir wollen nicht verallgemeinern. Es gibt auch nette Franzosen, wir trafen auch einen.) Auch in Museen o.Ä. finden sich nur sehr selten englische Erläuterungen.
  3. An den Stränden, an denen wir waren, gibt es null touristische Infrastruktur. D.h. mal eben einen Kaffee holen oder ein Eis für die Kinder ist nicht. Es gab noch nicht mal einen Mülleimer. Trotzdem (oder gerade deswegen) haben wir es geliebt. Die Strände sind Natur pur und blitzsauber, es gab auch kaum angeschwemmten Müll (was wohl angeblich daran liegt, dass der Atlantik hier stürmisch ist und es viele Strömungen gibt. Dafür eine Menge Muscheln.
  4. Der Atlantik ist kristallklar und an sonnigen Tagen türkisgrün. Leider eisig kalt. Wir hatten wirklich heißes Wetter mit um die 30 Grad (was in diesen Breitengraden wohl einer kleinen Sensation gleich kam) und das Wasser hatte vielleicht 17 Grad. Außerdem hat der Atlantik Gezeiten und eine nicht zu verachtende Tide mit Höhenterschieden von bis zu 12 m, d.h. gelegentlich ist der Strand ein bißchen breiter 😉

Wenn einen das nicht abschreckt, dann erlebt man:

Atemberaubende, herzzerreißend schöne Landschaft


Sauberes Wasser, wunderschöne Strände, zerklüftete Felsen, hohe Wellen (es gibt sogar Delfine in der Gegend, wir haben aber leider keine gesehen)

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Wenig Tourismus, mit allen Vor- und Nachteilen (s.o.)

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Köstliche, französische Küche mit viel Fisch und Seafood

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Leuchttürme ohne Ende

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Wir sind neben unseren Strandausflügen auf einige Leuchttürme gestiegen (dazu noch ein gesonderter Post), waren Wandern und Fahrradfahren, haben einige von den kleinen Städtchen in der Umgebung erkundet und haben einen Ausflug in die nächste Großstadt, Brest, gemacht. Ist kein Muss fanden wir (Brest ist übrigens die Partnerstadt von Kiel und wenn man Kiel kennt, dann weiss man, warum die beiden Städte Partner sind). Ansonsten waren wir viel am Meer, haben gelesen, Muscheln gesammelt (also ich) und den Wellen zugehört Außerdem haben wir noch einen Tagesausflug auf die Insel Ouessant gemacht, aber dazu schreibe ich nochmal extra was.

Es gibt nämlich so Orte…Kennt ihr das? Manchmal findet man es irgendwo schön. Und dann kommt man an so einen bestimmten Ort…da geht einem einfach das Herz auf und man sehnt sich schon zurück, während man noch da ist…So ein Ort war Ouessant für mich…

Bis die Tage

Die fraumasulzke

 

2 Kommentare

  1. Hach, schwärm.. meine letzter Bretagne Urlaub ist doch schon ein paar Jahre her. Ich zehre gerade von Erinnerungen und musste laut lachen, wegen der nicht gerade immer freundlichen Franzosen und die Unmöglichkeit sich mal mit der englischen Sprache durchwurschteln zu können( wie mein Herr Gatte zu sagen pflegt, Frankreich ist so schön… wenn doch nur nicht die Franzosen wären 😉 ;-). Wunderschön, noch viel weiter oben in der Bretagne, ist Paimpol und die traumhaft nahe gelegene Île de Bréhat. Wir konnten uns schließlich auch mit der Wassertemperatur arrangieren, war es doch so schön klar und von wunderbarer Farbe.

    Träumerische Grüße
    Steffi

    • fraumasulzke

      5. September 2016 at 17:22

      Hallo Steffi, da hat den Gatte aber mal ein wahres Wort gesprochen…Ich freue mich sehr, wenn mein Bericht Dich so zum Schwärmen bringt…die Tage werde ich noch mehr schreiben…habe noch eine Menge Fotos in petto…und im Wasser waren wir auch – wenn auch nur kurz 😉 LG Merle

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