Erlesen im März: Das Nest von Cynthia D’Arprix Sweeney

Moin Welt.

Schonwieder 1 Glücksgriff. Ich weiss gar nicht, wie ich auf „Das Nest“ von Cynthia D’Arprix Sweeney aufmerksam geworden bin, jedenfalls hat mich der Klappentext angesprochen:

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinander bringen kann.

Also worum geht es genau? Alle vier Geschwister brauchen aus unterschiedlichen Gründen ganz dringend Geld: Melody muss die Collegegebühren für ihre Zwillinge aufbringen, Jack hat sich mit seinem Antiquitätenladen übernommen und das gemeinsame Sommerhäuschen hinter dem Rücken seines Lebensgefährtens verpfändet, Bea ist erfolglose Schriftstellerin und Leo – Typ charmantes Ar***loch – hat Drogen- und Alkoholprobleme und eine teure Scheidung hinter sich. Alle bauen also darauf, zu Melodys 40. Geburtstag, der kurz bevor steht, ausgezahlt zu werden.

Im Rausch baut Leo aber einen schlimmen Unfall und die Mutter der vier Geschwister verwendet die Erbschaft – das „Nest“ – um das geschädigte Mädchen (die bei dem Unfall einen Fuß verliert) – zu entschädigen und zum Schweigen zu bringen.

Nun ist das Geld also weg und Leo macht zwar viele Versprechen, es zurück zu zahlen, aber es passiert nichts – zumal Leo rechtzeitig seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat, wovon seine Geschwister aber nichts ahnen.

Durch die Not der anderen, die sich so sehr darauf verlassen haben, das Erbe zu bekommen, entstehen natürlich Konflikte und Groll auf Leo. Da es sich aber um Familie, um ihren Bruder handelt (der eben nicht nur ein Idiot ist und seinen Geschwistern durchaus auch schon auf verschiedene Art und Weise in der Vergangenheit sehr geholfen hat ), wird das immer schön unter den Teppich gekehrt und irgendwann gibt es natürlich einen Riesenknall. Und schließlich hilft man sich in der Familie, wenn einer Mist baut. Oder?

Leider gibt es kein Happy-End, aber es gibt ein Ende, das sehr realistisch und sehr sehr gut ist!

Ich habe das Buch geradezu verschlungen, ich mag es, wenn die Charaktere vielschichtig sind, also eben nicht nur böse, nicht nur edel – das finde ich realistisch. Manchmal zwingen die Umstände und Familienbande eben, auf bestimmte Weise zu handeln. Fehler zu machen. Und wer Familie hat, wird sich hier unbedingt wiederfinden!

Fazit: Großartig! Lesen!

Bis die Tage

Die fraumasulzke

2 Kommentare

  1. Das klingt nach einem tollen Buch! Ich liebe es auch wenn Charaktere vielschichtig und realistisch sind. Das kommt mal auf meine „Wunsch- und Möchte-ich-Bald-Lesen-„Liste

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