Wenn aus Leidenschaft, Kreativität und viel harter Arbeit „Teelikatessen“ werden – Tee zum Essen

Moin Welt.

Tee zum Essen? Was soll das sein? Das habe ich auch gedacht, als ich auf der Bloggerkonferenz Blogger@Work im März die tollen Produkte von Konditormeisterin Maren Thobaben von Mrs. T probiert habe und mit ihr ins Gespräch gekommen bin. Einige Mails später hatten wir uns dann für meinen nächsten Hamburg-Besuch verabredet, um mal ein bisschen genauer über Marens Geschichte und ihre handgemachten Delikatessen zu schnacken.

Morgens um kurz vor 11 Uhr im Karoviertel auf dem Weg zu Marens Backstube ist alles noch wunderbar ruhig und friedlich – richtig „sutsche“ wie man in Hamburg sagt und jedes Mal wieder frage ich mich, wie lange es wohl in Zeiten der Gentrifizierung noch so bleiben wird, ich mag es, dass es hier neben den Designerlädchen auch noch schrabbelige Ecken gibt.

Neben dem absoluten In-Cafe „Gretchens Villa “ in der Marktstrasse betritt man dann Marens Reich: die Zuckerbude, in dem Maren als Betriebsleiterin tätig ist und gleichzeitig als „Mitbewohnerin“ ihre Delikatessen herstellt:

Und vom ersten Augenblick ist man von Marens Herzlichkeit und absoluter Überzeugung für Ihr Tun total eingefangen. Kennt ihr das, wenn jemand einfach total mit sich und seinem Ding im Reinen ist? Die Zeit verfliegt im Fluge und man redet und redet und es ist total spannend?  Genauso war das nämlich.

Maren ist als Konditormeisterin noch gar nicht so lange dabei. Genaugenommen hat sie erst im zarten Alter von 36 eine ganz klassische Konditoren-Lehre gemacht mit Berufsschule und allem drum und dran. Dann noch den Meister in knapp einem halben Jahr drangehängt. Und warum macht man das? Und gibt seinen schönen sicheren Job als „Senior User Experience Architect“ auf ? (um das zu werden, muss man übrigens Medienwissenschaft studieren und ne ganze Zeit was mit Medien machen) Na weil sie es schon immer wollte. Und weil sie keinen Bock mehr auf „stille Arbeit hatte, sondern sich als kreative Rampensau sieht“. Dass man es dann auch tatsächlich durchzieht, verdient meinen tiefsten Respekt. 2,5 Jahre von einem Azubigehalt (etwas mehr als 300 EUR/Monat) zu leben, wenn man schon richtig gut im Berufsleben stand, das traut sich nicht jeder.

Wie geht es dann mit knapp 40 als Berufsanfängerin endlich im Traumjob weiter? Dann nimmt man z.B. das Thema seiner Meisterprüfung („TeaTime“) und kreiert damit ab-so-lut köstliche und ungewöhnliche Delikatessen in süss und salzig, die ich so wirklich noch nie geschmeckt habe.

Beispiele? Popcorn mit Pu-Errh-Tee! (Sahnig! Würzig!) Shortbread mit Earl-Grey-Aroma! (Buttrig! Mürbe!) Knabbernüsse mit Rauchtee! (Stöhn!)

Mein persönliches Highlight: Caramellsauce mit Milky-Oolong-Tee!!!

Und die Baiser mit grünem Tee, Aprikosen, Berberitzen und Walnüssen (Oberhammer). Ach alles so toll.

So.unfassbar.Lecker.

Und während ich mich so durch das Angebot durchprobiere, stellt Maren nebenbei ihr köstliches Popcorn her

(der Tee wird bei diesem und den anderen Produkten wirklich als Gewürz, bzw. Bestandteil verwendet) und weil es so absolut wunderbar nach draussen duftet, kommen neugierige Passanten herein, die werden dann nebenbei noch freundlich bedient – immer gutgelaunt und alles wird erklärt. Und je mehr man Maren so zuguckt, bei dem was sie so macht, desto klarer wird es: hier ist jemand einfach absolut am richtigen Platz. Ein Klischee, aber sie macht ihr Ding einfach mit Liebe.

Auch wenn sie als Betriebsleiterin des benachbarten Cafebetriebs sicherlich manchmal ganzschön schuften muss, die zahlreichen Brandnarben an den Armen bezeugen das, macht es einfach echt Freude, wenn man ihr so zuguckt! Und ich glaube, dass das dieses Leuchten in den Augen genau der Grund ist, warum man so tolle Dinge erschaffen kann, die es in dieser Form einfach noch nicht gibt.

Und wenn ich Euch jetzt hoffentlich so richtig den Mund wässrig gemacht habe, dann schaut doch einfach mal bei Maren in Hamburg in der Markstrasse 142 vorbei (und grüßt sie schön von mir) oder auf Ihrer Homepage *klick

Liebe Maren, ich freue mich so sehr, Dich kennengelernt zu haben und danke Dir für die Zeit, die Du Dir genommen hast, mir alles zu zeigen und zu erklären. Ich finde es ganz toll, dass es Menschen wie Dich gibt und es war ein sehr inspirierender Vormittag für mich und ich wünsche Dir, dass Dein Mut, Deine Begeisterung, Deine Kreativität und Deine Arbeit belohnt wird und Du ganz viel von Deinen tollen Produkten verkaufst! Beim nächsten Hamburg-Besuch komme ich wieder rum und kaufe ein 😉

Bis die Tage

Die Fraumasulzke

P.S. Außer diesem Macaron, der NATÜRLICH unfassbar köstlich war und den Maren EXTRA für mich gebacken und dekoriert (!) hat, habe ich keine weitere Vergütung erhalten. Meine Begeisterung ist wie immer also ganz echt!

 

 

 

 

1 Kommentar

  1. Das hast du so schön geschrieben. Maren hat meinen höchsten Respekt für ihre Geschichte! LG Undine

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