BackBar: Scones

Moin Welt.

Wenn man in den Urlaub fährt, gehören ja lokale Spezialitäten zwingend dazu. Nichts ist schlimmer als im Urlaubsort auf „Uschis Schnitzel-Oase“ oder „Bernds Bratwurst-Butze“ zu treffen, finde ich. Nun ist Schottland nicht unbedingt für seine kulinarischen Highlights bekannt – so besteht das Nationalgericht namens „Haggis“ aus Schafsinnereien, gepresst in einen Schafsmagen – aber wenn man sucht, dann findet man auch.

Ich hatte ja gerüchteweise gehört, dass es in Schottland frittierte Mars-Riegel gibt – und siehe da, tatsächlich. Ich wollte es eklig finden, aber es ist leider g*** 😉 Aber mehr als einen in 2 Wochen schafft man davon nicht.

Nun denn. Als ich das letzte Mal vor 20 Jahren in Schottland war, bin ich passionierte Kaffeetante fast zum Teetrinker geworden, weil es nämlich ständig guten Tee und schlechten Kaffee gab. Den bekam man nämlich nur in Form gefriergetrockneter Neskaffee-Flocken und in dünn und labberig. Ein Albtraum. Mittlerweile gibt es natürlich an jeder Ecke guten Cappuccino/Flatwhite/LatteMacchiato und man muss nicht mehr darben. Ergo habe ich während unseres Urlaubs kaum Tee getrunken. Nur einmal, als wir nach einer 4-stündigen Wanderung im Dauerregen bis auf die Haut durchnässt in einem kleinen Café Rast gemacht haben, da musste es Tee sein. Und natürlich Scones, die gehören in Großbritannien auf jeden Fall zu einer guten Teetime dazu.

Und weil die nämlich so einfach und so gut sind, teile ich mal das Rezept mit Euch. Die Menge reicht für ca. 6 Stück:

  • 240 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 50 g Butter
  • 140 ml Milch
  • 4 TL Backpulver

Mehl, Salz und Backpulver vermischen, Butter in kleinen Flöckchen dazu und Milch. Evtl. etwas mehr Milch oder Mehl, so dass ein geschmeidiger Teig entsteht. Ausrollen  und mit einem Glas runde Fladen ausstechen. Backofen auf 220 Grad und auf der oberen Schiene ungefähr 7-10 Minuten backen.

Ganz wichtig: frisch essen! Traditionell gehört Clotted Cream dazu, das ist eine Art Creme Double, die es hier aber nicht gibt. So habe ich die Sahne einfach etwas länger als üblich geschlagen. Man kann aber auf einfach Butter nehmen (dann aber gesalzene!). Und natürlich jede Art von Marmelade. Hach – so lecker!

Bis die Tage

Merle

8 Kommentare

  1. Ah, cream tea! Hüftgold lass grüßen.
    Und ich habe für solche Gelüste immer etwas clotted cream im Kühlschrank. Mein Käsestand auf dem Markt hat diese Sünde an Sahne und ich muss dafür nicht mehr nach Stuttgart in den English Store.
    So etwas in der Art scheint es auch in Frankfurt zu geben (mal geschwind gegoogelt):
    http://www.a-taste-of-britain.de/
    Viele Grüße,
    Karin

  2. Das könnte mir auch schmecken! Die Marmelade dazu lacht mich besonders an. LG Undine

  3. Das mit dem Kaffee statt Tee ging mir diesen Sommer in Großbritannien ähnlich. War auch 21 oder 21 Jahre nicht mehr da. Ich fand die Coffee Shops auch so ungeheuer gemütlich, dass ich sowas hier echt vermisse. Die clotted cream im englischen Laden in Frankfurt ist sauteuer. Ich finde Mascarpone geht auch.

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