Kleiner Messe-Knigge für Blogger – unterwegs auf der h+h Cologne

Moin Welt.

Wer mir hier folgt, der hat schon öfter mal von Messebesuchen gelesen. Ich LIEBE Messen! Natürlich nicht jede, bißchen blogrelevant sollten sie schon sein. Letztes Wochenende war ich das zweite Mal auf der Handarbeit und Hobby (kurz h+h) unterwegs.

Zuerst – weil einige es vielleicht nicht wissen – jede/r, der der redaktionell tätig ist, also ein Impressum hat, kann sich für thematisch passende Messen akkreditieren – dazu schaut man einfach auf der Seite der Messe unter dem Reiter „Presse“, da stehen meistens die Akkreditierungsrichtlinien. Einen Versuch ist es, auch als kleiner Blogger, allemal wert, wenn es einen interessiert. So kommt man als Fachbesucher auf Messen, die dem normalen Publikum nicht zugänglich sind, wie z.B. die h+h. Als Pressevertreter zahlt man übrigens keinen Eintritt und kann einige Vergünstigungen wie z.B. freies Parken oder Nutzung der Presselounge mit WLAN etc. in Anspruch nehmen. Ggf. muss man einen Fragebogen zu den Themen des Blogs und wie oft man bloggt o.Ä. ausfüllen, aber die beiden Messen, bei denen ich mich bisher akkreditiert habe (Frankfurt und Köln) waren da wirklich sehr unkompliziert.

Falls Ihr Euch mit dem Gedanken tragt, auch mal auf so eine Messe zu gehen, hier ein paar Tips für Euch. Ganz subjektiv und ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit natürlich.

  1. Mein Ziel auf einer Messe ist, für Euch Neuheiten und Trends aufzuspüren und Euch vorzustellen. Dafür lasse ich mich gern treiben und schaue, was mir so über den Weg läuft bzw. ins Auge fällt. Es gibt andere, die akribisch Ausstellerverzeichnisse durcharbeiten. (Wenn man schon ein paar Mal da war und vielleicht seine Visitenkarte hinterlassen hat, kann es auch sein, dass man eingeladen wird, sich die Neuheiten anzuschauen). Natürlich habe ich aber auch Firmen, wo ich AUF JEDEN FALL hin muss!
  2. Auf so einer Messe wird man von der schieren Größe der Hallen total erschlagen. Es ist irre laut und es gibt 1 Million toller Stände, die man sich ALLE anschauen will.
  3. Wenn man etwas entdeckt hat, was man unbedingt fotografieren will, auf jeden Fall vorher am Stand fragen! Manchmal sind auch Schilder am Stand, die das Fotografieren untersagen. Oftmals kommt man über diese Frage auch ins Gespräch, stellt sich und seinen Blog vor und bekommt Erklärungen und Fragen beantwortet.
  4. Die Dekoration am Stand sollte dort bleiben und nicht mitgenommen werden. Beutelratten sind nicht gern gesehen und mal ehrlich: der 500. Kugelschreiber ist auch nicht wirklich unbedingt nötig oder? Viele Firmen geben an Blogger gern kleine Goodies oder Muster und hoffen im Gegenzug auf Erwähnung in den SocialMedia-Kanälen. Allerdings ist es mir tatsächlich schon passiert, dass ich freundlich an einem Stand nach einer Tüte (!) gefragt habe und mir gesagt wurde, die könnten sie ja nun nicht an JEDEN geben…
  5. Nicht beleidigt sein, wenn die Mitarbeiter am Stand gerade keine Zeit haben oder offensichtlich kein Interesse an Bloggern haben (oder nicht wissen, was Blogger sind, auch das ist mir schon passiert). Die Messen dienen den Unternehmen hauptsächlich zum Verkaufen und Kunden haben IMMER Vorrang.
  6. Was unbedingt in die Tasche gehört: Fotoapparat oder Handy zum Fotografieren, Powerbank, Visitenkarten, Wasserflasche, ggf. etwas zum Essen (ich nehme Müsliriegel oder ähnliches, das Essen auf der Messe ist teuer und schlecht. Oft hat man aber das Glück und bekommt an den Ständen etwas zum Essen oder Trinken angeboten) und Kopfschmerztabletten (die Lautstärke ist enorm und nach vielen Stunden ständig neuer Eindrücke, die auf einen einwirken, dröhnt ggf. der Schädel). Und nicht lachen: durch die extrem trockene Luft in den Hallen hilft Labello und Handcreme enorm. Außerdem sollte man auf gutes, flaches Schuhwerk achten, denn die Kilometer, die man am Tag durch die riesigen Hallen streift, sollte man nicht unterschätzen.
  7. Ich finde es ideal, zu zweit oder zu dritt zu gehen, war aber auch schon allein unterwegs.
  8. Last but not least: gerade auf solchen Messen wie der h+h sind wirklich ALLE Blogger aus dem Handarbeitsbereich unterwegs – d.h. alle 2 Meter kennt irgendwer irgendwen und man freut sich über eine Wiedersehen oder Kennenlernen. Also: genügend Zeit für den Messebesuch einplanen! 1 Tag ist fast nicht ausreichend.

Eigentlich wollte ich Euch ja nun noch von MEINEM Messebesuch berichten, das mach ich dann aber mal

…die Tage

Merle

P.S. Hier schonmal ein kleiner Teaser:

da isses wieder, das Lama. Aber wenn es irgendwo eine Berechtigung hat, dann hier – fernab von jeder Mode!

 

 

 

 

1 Kommentar

  1. Ich HASSE Messen und gehe trotzdem hin. 😉
    Tipp 6 kann ich nur zustimmen. Obwohl die am nächsten Wochenende laufenden Messen in Stuttgart, mit der „Kreativ“, auch die „Slowfood“ etwas kulinarisches bietet, ohne Apfel und Ei und Wasserflasche mache ich mich auf keinen Messenbesuch!!
    Viele Grüße,
    Karin

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