Schlagwort: Kurzreisen

Wandern im Harz

Moin Welt.

So, nu kommt der letzte Unterwegs-Bericht aus dem Mai. Und zwar waren wir über Pfingsten im Harz. Nämlich weil Herr Masulzke da studiert hat und ich war das letzte Mal da mit 6. Die Wettervorhersage war nicht so dolle und wir wollten eigentlich wandern – haben wir auch gemacht an dem Samstag vor Pfingsten, es war ziemlich eisig und es hat gegen Nachmittag dann auch ziemlich angefangen zu schütten, aber wir haben noch eine schöne Tour von ca. 20 km hinbekommen.

Unsere quietschfidele Wandergruppe!

Unsere quietschfidele Wandergruppe!

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Fahrradfahren auf Pellworm

Moin Welt.

Wenn man an die Nordsee denkt, hat man ja gern mal tosende Sturmfluten, eiskalte Winde und turmhohe Wellen im Sinn. Peitschende Sandkörner in den tränenden Augen.

Ich LIEBE das.

Aber sie kann auch GANZ anders. So geschehen letztes Wochende, als ich von Nordstrand aus einen Ausflug nach Pellworm machte. Bisschen skeptisch war ich ja schon, weil Pellworm nämlich quasi in Sichtweise von Hallig Hooge ist und die fand ich…nun ja…hauptsächlich irgendwie leer. Kann man hier nachlesen.
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Mit den Hungy Birds in Amsterdam auf Foodtour

Moin Welt.

Im Mai war ich wirklich viel unterwegs. Genau genommen jedes Wochenende. Das ist einerseits toll, weil man viele schöne Dinge erlebt, andererseits kommt man zu nix – auch nicht zum Bloggen. Dabei will ich Euch die ganze Zeit schon von Amsterdam vorschwärmen. Ich kenne Amsterdam schon von einigen Besuchen und ich liebe es. Es ist einfach eine superlässige, entspannte und malerische Stadt. Nimm die Kamera hoch, halt irgendwo drauf und knips – schon hast Du super Fotos. Dazu die netten Holländer! Und so tolle Museen! Und entzückende Lädchen überall!

Zum Glück kennen wir die ganzen Museen schon von früher und so hatten wir wenig Sightseeing-Druck, was auch echt ganz gut war, weil wir an dem Himmelfahrts-Wochenende dort waren (ihr erinnert Euch, das war das Wochenende mit dem bombastischen Wetter). Ergo war die Stadt knallvoll und überall waren lange Schlangen. So haben wir uns treiben lassen, uns je nach Tageszeit einen Kaffee oder ein Bier geholt und mit baumelnden Beinen an den Grachten gesessen. Es war traumhaft. Sowieso ist Amsterdam voll mit entzückenden Cafés, Restaurants und Lädchen mit wunderbarem Mädchen-Kram. Also am besten ein Viertel rauspicken, einfach los und entdecken.

Wobei es mir in DePijp besonders gut gefallen hat. Das war auch einer der wenigen festen Punkte an diesem Wochenende. Wir hatten nämlich bei den Hungry Birds eine Foodtour gebucht. Kennt ihr, oder? Man bucht eine geführte Tour durch eine Stadt/Viertel und erhält neben allerlei Insidertips und Anekdötchen, die die einheimischen Guides parat haben, auch Zutritt zu unbekannten Läden, Kneipen, Supermärkten und darf überall probieren. Dachten wir. Dass wir quasi 8x eine volle Mahlzeit bekommen würden, damit konnten wir nicht rechnen…
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Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe – Orte in Hamburg

Auf die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe wollte ich schon lange mal und bei meinem jetzigen Besuch in Hamburg hat es endlich mal geklappt. So richtig viel wusste ich nicht darüber, nur dass alle es ganz toll fanden.

Da ich jetzt da war, kann ich es euch auch verraten ;o): Bis 1962 war auf der Elbinsel Kaltehofe ein Wasserwerk, das aus Elb- Trinkwasser gemacht hat und neben den ehemaligen Sandfiltrationsbecken und deren Schieberhäuschen auch ein Museum beherbergt, das verschiedene Ausstellungen im Programm hat.
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Sylt, einmal und immer wieder?

Einmal muss ich noch was zu Sylt loswerden und dann lass ich Euch damit in Ruhe. Eigentich wollte ich Euch ein spezielles Kinderbuch zeigen, das ich sehr mag, aber für ein Foto ist es schon zu dunkel (Winterzeit sei Dank!). Mach ich dann die nächsten Tage – wenn Ihr es noch solange aushalten könnt…;o)

Bei Sylt scheiden sich ja die Geister. Einerseits haben die meisten Norddeutschen irgendwelche Kindheitserinnerungen an Klassenreisen oder Jugendreisen nach Sylt – in der Tat habe ich vor etlichen Jahren in einem kirchlichen Erholungsheim in Kampen (ja in DEM Kampen) Urlaub gemacht (das mittlerweile bestimmt für etliche Milliönchen den Besitzer gewechselt hat…)– andererseits hört und liest man von exorbitanten Preisen und abwechselnd champagner- und austernschlürfenden bulimischen und gebotoxten Bankiersgattinnen…und ehrlich gesagt sieht man die auch auf Sylt.

ABER! Sylt hat immer noch eine andere Seite. Nämlich: Friesische Dörfer mit Reetdachhäusern. Eine unfassbar schöne Natur (wie z.B. der Lister Ellenbogen…das Morsumer Kliff…).

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Blick aus unserem Appartement, da geht einem doch das Herz auf, oder?

Blick aus unserem Appartement, da geht einem doch das Herz auf, oder?

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Eine gewaltig brüllende Nordsee mit Riesenwellen – auf der Westseite – gleichzeitig eine liebliche Wattenmeerlandschaft mit Muscheln ohne Zahl, Seevögeln und seltenen Pflanzen – auf der Ostseite. Dazwischen Dünen in allen Farbtönen (und im Spätsommer sicher wunderschön mit der lila blühenden Heide).

Einer der wenigen sonnigen Momente in diesem Jahr...

Einer der wenigen sonnigen Momente in diesem Jahr…

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Kaputt-Butt

Kaputt-Butt

Wir haben in unserer Urlaubswoche neben unseren obligatorischen Strandspaziergängen Ausflüge zum Morsumer Kliff gemacht, waren auf der Hallig Hooge und haben die Sauna im 5-Sterne-Hotel Arosa in List besucht. Letztere ist kein Muss. Natürlich ist es nett, einen superschönen Kuschelbademantel nebst Badelaken gestellt zu bekomen. Und Obst und Wasser frei. Trotzdem ist der Preis von 59 EUR für einen vierstündigen Aufenthalt m.E. nicht gerechtfertigt. Zumal ich mir an den echt blöd aufgehängten Regalen wirklich böse den Kopf gestoßen habe auf meine Beschwerde hin von einem Hotel dieser Preislage etwas mehr erwartet hätte als „Wir schauen mal, ob wir mit den Regalen was machen können“.

Ich glaube, im Sommer ist Sylt mir zu voll, aber im Herbst liebe ich es. Allein schon der Wind und das Meer tun einfach unglaublich gut.

IMG_1136Und so feines Fischbrötchen mit Brathering schmeckt sowieso viel besser als ne olle Auster (wobei ich das, ehrlich gesagt, noch nie probiert habe ;o))

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Wie ist Hallig Hooge denn so? Leer!

Da sich die Nordsee dieses Jahr mal von der rauheren Seite zeigte und man ja nicht ununterbrochen Austern und Champagner schlürfen kann (kleiner Scherz…), haben wir neulich von Sylt aus einen Ausflug nach Hallig Hooge gemacht.

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Unglaublich, aber wahr – ich war noch nie in meinem Leben auf einer Hallig. Natürlich habe ich mit meiner Schulklasse damals – wie wohl alle Hamburger Schulklassen – eine Klassenreise nach Puan Klent gemacht, aber wir sind von da aus nur bis Amrum gekommen. Hallig Hooge ist sozusagen noch eine Station weiter.

Nach den 2 Tagen Sturm war die Nordsee schon ziemlich wellig, aber wenigstens fuhren die Schiffe wieder und nach 1,5 Stunden ist man dann da. Wenn man vom Schiff aus guckt, sieht es so aus, als wenn die einzelnen Warften jede für sich eine kleine Insel ist – was ja im Prinzip auch so ist.

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Der Unterschied zwischen einer Hallig und einer Insel ist ja quasi, daß die Insel einen Deich außen rum hat und auf der Hallig die Häuser auf Hügeln (=Warften) stehen. Ich hatte mir das ganze irgendwie viel kleiner und dichter beieinander vorgestellt. Die Hallig an sich ist eigentlich eine riesige Wiese. Die Warften liegen sehr weit auseinander – ok, Hooge ist auch die zweitgrößte der Halligen und wenn man mal zwischendurch ganz dringend wohin muss, hat man ein Problem, weil die Sicht gefühlt 10 km beträgt.

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Die Menge der Tagestouristen (hielt sich Ende Oktober sowieso in Grenzen) verlief sich relativ schnell und man sah nur noch weitem die Outdoorjacken leuchten. Ohne Worte fand ich allerdings eine Horde Senioren aus Oberbayern, die in die entzückende Friesenstube einfielen, in der wir friedlich unser Labskaus löffelten, und zwar mit den Worten „Grüß Gott“ . Nächstes Jahr, wenn ich in den Urlaub nach Bayern muss, werde ich mich rächen und überall mit „Moin“ grüssen!

Ansonsten kann man auf den Halligen sehr gut Schafen beim Kauen und Kühen beim Spazierengehen zusehen,

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diverse Seevögel beobachten (Wildgänse, die beim Start gen Süden 2 m laut krächzend über einen hinwegfliegen), Labskaus essen und Pharisäer trinken und über die Marschwiesen spazieren. Nach 2,5 Stunden holt einen das Schiff wieder ab und für meinen Geschmack hat das auch gereicht. Ich laufe eben lieber am Strand entlang. Fazit: Interessant, es mal gesehen zu haben, aber nix zum Urlaubmachen.

P.S. Die Rückfahrt war ziemlich lustig, es gab hohe Wellen und die Hälfte der Oberbayern hielt sich gelbgrün eine Tüte vors Gesicht…Strafe muss wohl sein ;o)

Früh übt sich, was ein richtiger Seebär werden will...

Früh übt sich, was ein richtiger Seebär werden will…

Mehr Meer

Das Meer ist keine Landschaft – es ist das Erlebnis der Ewigkeit

(Thomas Mann)

IMG_1162 IMG_1190 IMG_1204 IMG_1212 IMG_1250 IMG_1251 IMG_1255Ausnahmsweise heute mal ohne viele Worte…

die ins Meer verliebte Frau Masulzke

Ist Belgien das Bielefeld Europas?

Um jetzt gleich mal einem möglichen Shit-Storm empörter Bielefelder vorzubeugen: Nein, ich habe nix gegen Bielefeld. Um ehrlich zu sein, war ich noch nie da, ja ich kenne sogar niemanden, der jemals da war. Möglicherweise ist Bielefeld entzückend und verkannt – genauso wie Belgien!

Als Hamburger Deern geht man ja (völlig zu Recht) davon aus, daß Hamburg die schönste Stadt der Welt ist und hier findet man das einzige Vorurteil über die Hamburger bestätigt: Hamburger sind arrogant, was ihre Stadt angeht und halten es gar nicht für nötig, es irgendwo anders AUCH schön zu finden („kann ja gar nicht sein“). Das geht soweit, daß die Gegend südlich des Elbtunnels (eindeutig noch Hamburger Stadtgebiet. Also rein geographisch.) als „Bayern“ oder auch „Balkan“ bezeichnet wird und überhaupt alles vom Ruhrgebiet über Breisgau bis zum Elbsandsteingebirge als eine amorphe Gegend namens „irgendwie Süddeutschland“ wahrgenommen wird.

Genauso ging es mir jahrelang mit Belgien. Man fährt da durch, wenn man nach Frankreich will, es gibt Schokolade

Antwerpen_2014-05-29_1555_1000734und Pommes und das Atomium, das war es so ungefähr, was ich mit Belgien verbunden habe. Bis meine Schwägerin B. geradezu von Belgien schwärmte und wir irgendwie auf Antwerpen zu sprechen kamen. Und da waren wir dann im Mai prompt. Was soll man sagen: tolle Stadt. TOLLE Stadt!!! Ich glaube, ich war noch nie in einer Stadt, die soviele Gesichter hat: es hat etwas Maritimes durch den großen Hafen,

Ein zufällig herumstehendes Bier

Ein zufällig herumstehendes Bier

etwas Französisches (alle sitzen draussen und essen), etwas Modernes – irgendwie echt Lässiges, aber auch etwas Gemütlich-Altmodisches

Antwerpen_2014-05-29_1548_1000732auch etwas Britisches (an jeder Ecke sind Pubs)…

Und großartig symphatische, entzückendes Flämisch sprechende Einwohner.

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Und das Kirsch-Bier schmeckt gar nicht so schlimm, wie ich dachte ;o)

Die Farbe ist krass, aber es schmeckt ungefähr so wie Alster/Radler

Die Farbe ist krass, aber es schmeckt ungefähr so wie Alster/Radler

Das ist allerdings schon irgendwie echt absurd...

Das ist allerdings schon irgendwie echt absurd…

Antwerpen rein subjektiv:

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Antwerpen_2014-05-29_1438_1000704Lässige Läden in der Kloosterstraat…

Der alte Ludwigvan war auch da...

Der alte Ludwigvan war auch da…

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Wer die Augen ein bißchen offenhält, sieht überall nette kleine Kunst…

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das ist mal n Knotenbrett...

das ist mal n Knotenbrett…

Das Knotenbrett (und wie ja allgemein bekannt ist, bin ich ein großer Fan von maritimen Knotenbrettern) hängt im Museum an de Stroom, was ein Must-See ist. Im Gegensatz zum Modemuseum – aber Herr Masulzke und ich kriegen beim Anblick von einem Chanel-Kleidchen auch keine Schnappatmung (was bei einigen Ausstellungsbesuchern durchaus der Fall war) – wie immer Geschmackssache!

Auch Tim und Struppi - die Helden meiner Kindheit - sind Belgier

Auch Tim und Struppi – die Helden meiner Kindheit – sind Belgier

Ich fand Antwerpen lässig, unaufgeregt, cool und symphatisch.

Fahrt mal hin! Bis die Tage

fraumasulzke

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