Schlagwort: Perlen des Alltags

Kunst ist, wenn es was mit Dir macht – Besuch auf der documenta 14

Moin Welt.

Es gab mal eine Zeit – ich war noch sehr sehr jung – als mich moderne Kunst geradezu erbost hat. Ihr kennt sicher diesen Comic, wo ein Mann vor einer blauen Leinwand steht und in seiner Sprechblase steht „Das kann ich auch“ und auf dem Bild steht „Kannst Du eben nicht“? Ich fand es geradezu eine Frechheit, beispielsweise eine Leinwand eben blau anzumalen und sich dann hinzustellen und zu sagen, das ist Kunst. Irgendwann habe ich dann angefangen, Vincent van Gogh zu mögen, mich ein bisschen mit seiner Geschichte und seinem Werk zu beschäftigen und ihr wisst es ja sicher – dass van Gogh ja zu Lebzeiten nicht ein einziges Bild verkauft hat, weil er einfach wohl zu unerhört modern war. Das hat mir dann doch zu Denken gegeben.
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Perlen des Alltags: Warum ich gern alleine ins Kino gehe

Moin Welt.

Es soll ja so Leute geben, für die ist es ein absolutes Armutszeugnis, wenn Menschen alleine in einem Restaurant sitzen oder im Kino. So nach dem Motto: der/die hat niemanden.

Ich.liebe.es.

Was nicht heisst, dass ich nicht auch gern mit anderen Leuten essen gehe oder ins Kino. Speziell im Kino bin ich allerdings ziemlich streng. Ich habe mich schonmal mit einem Date nicht mehr wiedergetroffen, weil er im Kino an den falschen Stellen  gelacht hat. Sorry, aber das geht ja gar nicht.
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Perlen des Alltags: Heute zu Gast in CHINA

Ein Food-Stand. Die Fleischspieße sind ziemlich lecker, aber die Krabbelviecher und Seesterne muss ich nicht testen… Streetfood und „eating out“ ist hier überhaupt ganz, ganz wichtig, ist im Gegensatzu zu Deutschland echt günstig. Und die Vielfalt vielen chinesischen Küchen ist unglaublich. Ja, es gibt Dinge, die wir Westler als ethisch bedenklich oder einfach nur unappetitlich finden, aber zu 95% ist hier alles superlecker.

Moin Welt.

Kennt ihr diese Leute, die Facebook ganz furchtbar finden? Stichwort Datenklau, Big Brother usw. So jemand war ich bis vor ca. 1,5 Jahren. Da bin ich dann doch „schwach“ geworden und habe mir ein Profil erstellt. Im Grunde hat sich an meiner Meinung nichts geändert und ich finde es immer noch irgendwie beängstigend, was FB auf dem Laptop mir so vorschlägt, wenn ich mit dem Handy nach irgendetwas Ähnlichem gesucht habe. ABER! Mittlerweile habe ich kapiert, dass ich auch etwas bekomme – ist halt ein Deal: meine Daten gegen interessante Seiten/Werbung, die mich (allerdings wirklich!) meistens interessieren…spannende Veranstaltungen usw. Und das beste: man findet ganz einfach alte Freunde wieder. So geschehen letztens mit Linni, die ich aus sehr alten Hamburger Studenten-WG-Zeiten kenne…und die jetzt mit ihrer Familie in PEKING lebt. Und auch bloggt! (Den Blog findet ihr hier *klick)

Und nachdem wir uns ein paar Mal gechattet haben und ich ihren Blog quasi von vorne bis hinten durchgelesen habe (ich finde es megaspannend vom Alltag in China zu lesen), dachte ich mir, es interessiert Euch vielleicht auch und so hat Linni mir ein paar Fragen zu ihren Perlen des Alltags – made in China beantwortet.

Himmelstempel. Genaugenommen zeigt das Bild die „Halle der Ernte“, sicher eines der (vielen) Wahrzeichen Pekings. Dort bin ich relativ oft, auch wenn die Fahrt ebenfalls ca. eine Stunde dauert. Der Tempel steht inmitten einer schönen großen Parkanlage – und befindet sich genau gegenüber vom Pearlmarket, wo man relativ gut einkaufen kann (nicht nur Perlen. Von Ramsch und Mitbringseln, Kleidung, Handy-Zubehör, Spielzeug…)

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Perlen des Alltags: Gendern? Ein entschiedenes GEIN!

Moin Welt.

Also. Dieses rosa/hellblau-Dingens nimmt derart überhand, dass ich nicht umhin komme, mir darüber mal Gedanken zu machen.

Wie es früher war

Meine eigene Sozialisation diesbezüglich fand in den 70ern statt, da war das modern und schick, rosa und hellblau wie den Teufel zu vermeiden, Kinder beiderlei Geschlechts in grün/orange/braun zu verpacken, Mädchen kurze Haare zu verpassen und Jungen lange zu erlauben. Genauso war es bei mir – ich durfte keinen langen Haare haben, lief meistens in grün/orange/ braun herum und mein großer Traum waren weiße Lackschuhe.

Ich erinnere mich noch an eine Hochzeit im Verwandtenkreis – da kann ich nicht älter als 4 gewesen sein – ich trug eine praktisch-karierte Hose und irgendetwas schmutzabweisendes. Dann sah ich SIE. Eine Cousine von mir trug einen Traum in rosa Tüll. TÜLL! Wahrscheinlich sah sie aus wie ein Sahnebaiser, aber ich fand sie wunderschön und war sehr neidisch. Wenn ich auch so etwas verlangte, wurde mir nur gesagt, das sei doch unpraktisch, passe sowieso bald nicht mehr und „du willst doch nicht aussehen wie sone Mädchen-Prinzessin?!“ DOCH! Genauso wollte ich aussehen! Auch wenn ich ein pummeliges, blondes, großes Mädchen war. Konsequenz daraus war, dass eine Phase in meinem Leben gab, so mit Anfang 30 als ich diese Prinzessinnenphase mit allem Drum und Dran nachholen musste. Klar war das peinlich. War mir allerdings egal 😉
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Perlen des Alltags: Mama-Zensur von Kinderbüchern. Muss das sein?

Moin Welt.

Wer hier mitliest, weiss, dass ich gern lese. Ich liebe Bücher. Schon immer, seit ich ein Kind bin. Und ich bin so glücklich, dass ich die Bücherliebe offenbar an meinen Sohn weitergeben konnte. Das ging übrigens ganz wie von selbst – das haben wir gar nicht groß forciert.

Nun habe ich neulich von einer Mutter folgendes gehört:„Ich lese die Bücher, die mein Kind lesen will, erstmal selbst, damit ich sicher sein kann, ob es etwas für ihn ist“.

Ich.war.entsetzt.
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Perlen des Alltags: die Sicht der Dinge

Moin Welt.

Es ist jetzt schon 2x in meinem Freundeskreis passiert, dass vermeintlich freundliche Microsoft-Mitarbeiter mit stark indisch eingefärbtem Englisch anriefen und auf angebliche Sicherheitslücken auf dem PC hinwiesen. Hier ist ein Wort der Warnung angebracht! Sollte so jemand bei Euch anrufen: sofort wieder auflegen und keine irgendwie gearteten Codes oder Passwörter herausgeben! Kein Microsoft-Mitarbeiter ruft einfach so bei euch an und verlangt persönliche Daten!!!

Beiden bekannten Personen ist es so ergangen, dass diese im übrigen sehr freundlichen Menschen ihnen dermaßen Angst bezüglich der Sicherheit der Daten auf dem PC gemacht haben, dass sie ihnen – fragt mich nicht wie, aber es geht – erlaubt haben, von extern auf den PC zuzugreifen und um ein Haar auch noch die Kreditkartennummern gegeben, um angeblich dringend erforderliche Sicherheits-Updates zu kaufen und zu installieren. Gottseidank haben beide das dann doch nicht gemacht, aber beide haben gesagt, dass sie wirklich kurz davor waren. Wohlgemerkt, es geht hier um aufgeklärte, gebildete, gut englisch sprechende Akademiker, die nicht mehr 20 sind und nicht um Omma Plüsch! Die WUSSTEN das, daß man am Telefon keine Daten und Passwörter verrät. Und trotzdem konnten beide von diesen Leuten so eingewickelt werden, dass sie um ein Haar einen großen Fehler gemacht hätten. Beide haben gesagt, ihnen wurde so Angst um ihre Daten und Fotos gemacht, dass sie regelrecht panisch wurden.

Worauf ich eigentlich hinaus will: mich rührt das sehr. Irgendwie sagt dieses „Reinfallen“ auf diese kriminellen Leute etwas ganz ganz Positives über diejenigen aus, finde ich. Sie sind einfach zu nett, um zu glauben, dass es so böse Leute gibt!
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Perlen des Alltags: Was die Zombie-Apokalyse mit sauberen Schlüppis zu tun hat

Moin Welt.

Musstet Ihr zuhause helfen? So als Kinder meine ich? Ich eigentlich wenig, aber igendwann hat meine Mutter beschlossen, sie macht jetzt nix mehr und dann stand ich da und musste mir selbst Bügeln beibringen.

Der kleine Herr M. ist jetzt fast 12 und so gewisse Dinge kann er jetzt durchaus mal übernehmen, finde ich. Er nicht. Wenn ich mit befreundeten Mädchen-Muddis  über dieses Thema spreche und mir dann Handy-Fotos von selbstgebackenen Kuchen, 3-Gänge-Menüs gezeigt oder Geschichten vom gedeckten Frühstückstisch erzählt werden, bin ich immer vollkommen erstaunt. Mein Sohn behauptet, er wisse noch nicht mal, wo die Kochlöffel aufbewahrt werden (in einem Krug direkt neben dem Herd).
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Perlen des Alltags. Heute: Mysterium Damenklo

Moin Welt.

Etwas, das mich schon sehr sehr lange beschäftigt, sind die Schlangen vor dem Damenklo. Ich frage mich wirklich, warum man IMMER anstehen muss (ok, eine Ausnahme gibt es: im Stadion. Da sind die Schlangen vor dem Herrenklo).

Es kann nicht an den Klamotten liegen. Oder tragen die Damen 5 Unterröcke und Mieder mit 1.000 Häkchen und Ösen? Ich hab das wirklich mal beobachtet, ich bin echt schnell. Was soll man sich auch länger als nötig in soner Toilette aufhalten? Also, wer kann es mir sagen, woran es liegt, dass ich immer so schnell bin und alle (ok, nicht alle. Aber viele) so deutlich länger brauchen als ich?
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