Schlagwort: Schweden

Besuch in Astrid Lindgrens Welt, Smaland

Heute nehme ich Euch nochmal mit nach Schweden, wo wir unseren letzten Sommerurlaub verbracht haben. Der Besuch in Vimmerby und in Astrid Lindgrens Welt war dabei natürlich gesetzt. Erstens Ehrensache als glühende Astrid-Lindgren-Verehrerin und zweitens steht der kleine Herr Masulzke (leider) total auf Spass-Parks. Dass er sich bei diesem Park gründlich verrechnet hatte, hatte ich ja schon vermutet, aber er hatte dann auch trotzdem seinen Spass, auch ohne Mega-Achterbahnen und Super-Donner-Karussells usw.
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Jahresrückblick Teil II

Im Sommer natürlich Schweden. Hach, das war so schön und ruhig. Und schlimmeres Wetter hatten wir wie noch nie vorher im Sommer glaube ich. Trotzdem ist Schweden ein Traum und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal da.

UrlaubSchweden_2014-08-28_1442_1040353UrlaubSchweden_2014-08-27_1607_1040326Und im Herbst natürlich die Nordsee, Sylt – wieder total verregnet, aber SO schön…

UrlaubSylt_2014-10-21_1110_1001270UrlaubSylt_2014-10-20_0857_1001211Nächstes Jahr haben wir natürlich auch schon einiges geplant: Da wir es in Antwerpen so schön hatten, wollen wir dieses Jahr (also 2015) in der gleichen Besetzung nach Hamburg fahren. Da bin ich ja schon echt gespannt drauf: meine Heimatstadt als Tourist erleben…

Im Sommer werden wir auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Person mal wieder in die Berge fahren (müssen). Sorry Herr M., aber ich liebe einfach das Meer MEHR.

Das werden wir dann im Herbst haben, wieder auf Sylt und diesmal hoffentlich nicht ganz so nass von oben…

Ganzschön viele tolle Pläne, von denen man bestimmt viel berichten kann…

Beste Grüße

fraumasulzke

Smaland bei schlechtem Wetter, Teil II

Wenn man sich in Smaland aufhält, kommt man um die vielen vielen Glasbläsereien nicht herum. Das ist wohl historisch bedingt (der karge Felsboden gab nicht genug her für Landwirtschaft, bestand aber zum großen Teil aus Quarz oder was man sonst so zur Glasherstellung braucht). So haben die Schweden aus der Not eine Tugend gemacht und stellen bis heute im sog. Glasriket (Glasreich) Glas in allen Formen und Farben her. Einige Glasbläsereien sind auch zum Zugucken geöffnet und ich formuliere das absichtlich mal so, weil es nicht so ist, dass es Führungen gibt und man hinter abgesperrten Bereichen den netten Schweden beim Glasbasteln zugucken darf, sondern da wird in großer Hitze hart gearbeitet und man läuft zwischen rotglühendem „Höllenloch“ und Flammenwerfern und nadelscharfem Abfall einfach so rum.

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Dabei ist eine wahre Freude, diesen Männern (Frauen gab es, glaub ich, nur eine einzige), bei der Arbeit zuzusehen – hätte ich stundenlang machen können. Das ging so unaufgeregt Hand in Hand, ganz ruhig und dabei trotzdem effektiv.

Natürlich kann man hinterher noch Glas und sonstigen Schnullikram einkaufen und in der Glasbläserei, in der wir waren (Kosta), gab es noch diverse Galerien, Outlets und ein geschmackvolles Selbstbedienungsrestaurant (selbst die sind in Schweden hübsch).

IMG_1026Und wenn man genug Geld ausgegeben, dann hofft man, daß das Wetter wieder besser ist und fährt ein paar Kilometer weiter in den Elchpark, wo man Karl-Gustav und Silvia, das Elchpaar besuchen kann.

Dies ist Karl-Gustav. Er wurde ob seiner imposanten "Krone" deutlich öfter fotografiert als seine Gattin...

Dies ist Karl-Gustav. Er wurde ob seiner imposanten „Krone“ deutlich öfter fotografiert als seine Gattin…

Bis die Tage

Frau Masulzke

Bring mir was mit, das nichts kostet

Eine Idee, die es wert ist zu teilen, finde ich: Meine Freundin A. und ich bringen uns (möglichst) von jeder Reise etwas mit, das nichts kostet. Das waren auch schon mal (aus Berlin) eine Tüte Luft (haha) gefüllt mit: Betthupferl aus dem Hotel, Umsonst-Postkarten und ein Lego-Stein aus dem Discovery-Center. Meistens aber ist es etwas aus der Natur, so haben wir beide ein Faible für Muscheln:

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Ich habe ihr auch schonmal ein Mobilé aus Treibholz gebaut:

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oder jetzt aus Schweden ein Herz aus Heidekraut gewunden:

IMG_1083Wir freuen uns beide jedesmal einen Keks drüber, auch wenn es nichts Materielles ist – und es macht auch total Spaß, sich etwas zu überlegen und aus den vorgefundenen Gegegebenheiten was zu machen.

Viele Grüße

Die fraumasulzke

Smaland bei schlechtem Wetter, Teil I

Was macht man als Touri in Schweden nun, wenn man den Bäumen genug beim Rauschen zugehört hat…nun wirklich mal was anderes möchte als sein Buch…auf frische, selbst gesammelte Steinpilze jetzt echt keinen Appetit mehr hat?

Einen AUSFLUG! Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ja von einem winzigkleinen Ort zum nächsten fahren können und mir den jeweiligen Antiquitäten- und Kuriositätenhändler angucken können, zwischendrin bei einem „Löppis“ (=Trödel, gibts gefühlt auf jedem 2. Bauernhof) und gelegentlich Zimtschnecken und Kaffee konsumieren können… (Schweden istl in dieser Beziehung ein wahres Eldorado). Da ich aber 2 shoppingresisteste männer dabei hatte, ging es nicht immer nach mir…

Was für mich allerdings ein besonderes Erlebnis war, war der Besuch einer Land-Auktion in Kvarnamala, die wohl jeden Sonntag stattfindet. Es gab von Mistforken bis Jugendstilsofas ALLES. Zum Glück hatten wir jemanden dabei, der ganz gut schwedisch kann, daher konnten wir auch mitbieten – allein hätte ich mich das nicht getraut, es ging alles SEHR schnell.

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So hab ich ein kleines Schränkchen ersteigert

Schränkchen vorher

Schränkchen vorher

Schränkchen nachher - man nennt es wohl "Shabby-Style"...

Schränkchen nachher – man nennt es wohl „Shabby-Style“…

und eine etwas merkwürdig aussehende aussehende Vase (also genau mein Fall), von der sich nachher herausstellte, dass sie richtig was wert ist (dänisches Design aus den 60er Jahren). Zwischendurch konnte man die angeblich besten Würstschen Smalands erstehen, Eis essen oder an den überall herumstehenden Tischen picknicken (dafür hatte ich allerdings keine Zeit…). Alles sehr entspannt. Schwedisch eben.

Bis die Tage

FrauMasulzke

Smaland im „Sommer“ 2014

Leider war das Wetter ja nicht so, wie man sich das so im Sommer gewünscht hätte (war ja wohl überall anders auch so), aber erstens nimmt man das ja in Kauf, wenn man in den hohen Norden fährt und zweitens war es jetzt auch nicht soooo schlimm. Anfangs war ich ein bisschen beleidigt, dass wohl dieses jahr ein ganz schlechtes Heidelbeerjahr sei (ich hatte mich schon so auf Heidelbeer-Pfannkuchen gefreut), dafür wuchsen einem die Steinpilze quasi direkt in den Mund. Und obwohl wir noch nie selbst Pilze gesammelt haben, kamen wir nicht umhin, schnell noch im Pilze-Buch nachsehen und sich mal zu trauen. War auch lecker und offensichtlich leben wir ja noch.

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Sieht man das, dass die Pilze quasi auf dem „Mittelstreifen“ wachsen? Man brauchte sich nur noch zu bücken. So sah dann eine fertige Mahlzeit au: (VORM Kochen)

P1040219Alle fragen mich immer, was wir denn bloss bei dem schlechten Wetter den ganzen Tag in der Einsamkeit gemacht hätten.  Hm, also langweilig war es uns nicht. Wenn es mal nicht geregnet hat, sind wir zum See runter gegangen und sind gerudert oder gepaddelt

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Wir haben eingekauft (finde ich in Supermärkten im Ausland immer total spannend) und gegrillt,

Das ist kein Archeopteryx, sondern das "Ungeheuer" sprich der größte Angelfang unseres Vermieters...hing überm Grill

Das ist kein Archeopteryx, sondern das „Ungeheuer“ sprich der größte Angelfang unseres Vermieters…hing überm Grill

Wir sind zum Bauern im Nachbardorf gelaufen, um Eier, frisch gebackene Zimtschnecken und Honig zu kaufen…

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Ich musste auch ständig los, um frische Blumen zu pflücken…

IMG_0970Und wenn einem dann wirklich gar nix mehr eingefallen ist, konnte man immer noch herrlich ganz ohne irgendwelche Verpflichtungen rumsitzen und lesen, lesen, lesen…(s. mein vorheriger Post). Ein paar Ausflüge haben wir übrigens auch gemacht, darüber schreibe ich dann nächstes mal.

Bis die Tage

Romika

Urlaubslektüre

Hej Hej,

da bin ich wieder, frisch aus dem Urlaub aus Schweden wieder da. Schön wars, ruhig und entspannt, leider war mir das Wetter zu nass. Mit Kälte und Wind hab ich keine Probleme, ganz im Gegenteil, ich liebe es, wenn mir die steife Brise (z.B. in Hamburg) um die Nase pfeift – dieses skandinavisch Helle…Klare…das liebe ich schon sehr.

Jedenfalls hatten wir in unserem wunderbar im Wald gelegenen Ferienhaus daher viel Gelegenheit, in die Bäume zu gucken…oder auf den See…oder in ein Buch. Wer mich kennt, weiss ja, dass ich recht viel und auch schnell lese (O-Ton: Was soll ich denn bloss lesen, ich habe NIX mehr zu Lesen…), deshalb muss ich in den Urlaub immer ganz viel Lektüre mitnehmen, in Zeiten des e-book-Readers ist das auch nicht mehr mit soviel Geschleppe wie früher verbunden.

Dieses Mal hatte ich (u.a.) noch einen halb gelesenen Hakan Nesser dabei, den neuen Alpen-Krimi von Jörg Maurer (die einzigen Krimis neben denen von Simone Buchholz, die ich gut finde) und eben den Wolkenatlas von David Mitchell. Das Buch lag schon länger ungelesen hier rum, ich hatte es mir damals gekauft, als der Film vor ein paar Jahren in die Kinos kam, ich habe angefangen und es hat mir überhaupt nix gesagt. Nun kam neulich, als ich schon Urlaub hatte, der Film im Fernsehen. Irre spät (ging, glaube ich, bis 1.30 Uhr nachts), aber ich konnte ja ausschlafen. Trotzdem war ich skeptisch, weil ich die meisten Filme dermassen langweilig finde, dass ich früher oder später einschlafe. Jedenfalls habe ich die erste halbe Stunde des Films damit verbracht, überhaupt nix zu kapieren, da es sich bei der Story um 6 verschiedene Handlungsstränge handelt, die im Film mehr oder minder parallel erzählt werden. Dann allerdings hat der Film mich total gepackt und ich fand ihn groß-artig!!! Die unglaublichen 3 Stunden gingen total schnell rum und ich war keine Minute kurz davor, einzuschlafen. Und mit dem Film als „Basis“ liest sich das Buch genauso großartig. Ich erlebe es leider nur noch ganz selten, dass mich ein Buch total fesselt und ich gar nicht mehr aufhören kann will zu lesen. Und das ich dann auch die Zeit habe, das zu tun!!!

Die fünf Handlungsstränge im Buch sind auch etwas übersichtlicher gestaltet als im Film. Wer sich für die Handlung interessiert, liest am besten bei Tante Wikipedia nach, es ist wirklich ziemlich verschachtelt. Das Tolle an dem Buch ist, dass alle sechs Geschichten jede für sich ein unterschiedliches Genre darstellt (Tagebuch, Briefe, Manuskript, Autobiografie, Interview, Erzählung) und auch in total unterschiedlichen Stilen und – ja, Sprachen geschrieben ist. Man liest quasi 6 Bücher auf einmal und das Tollste ist, dass sich die Geschichten alle irgendwie berühren und sich Gemeinsamkeiten auftun und so am Schluss tatsächlich alles einen Sinn ergibt.

Ein Buch, das bestimmt anfangs etwas sperrig ist – ich hab es jetzt zu 2/3 durch und mir graut schon vor dem Tag, wenn ich es durch habe.

Apropos: ich gehe jetzt und lese weiter.

Viele Grüße von fraumasulzke

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